Berlin - Der Plenarsaal des Deutschen Bundestags am kommenden Donnerstagnachmittag: Tagesordnungspunkt 15 soll verhandelt werden. Mehr als acht Stunden wird die 28. Sitzung des Parlaments dann schon gedauert haben, jetzt soll es um Bonuszahlungen für Pflegekräfte gehen, die in der Corona-Pandemie unter extremem Druck gestanden haben. Spät ist diese erste Aussprache des Gesetzentwurfes angesetzt, den das Bundeskabinett aus SPD, Grünen und FDP vorige Woche verabschiedet hat. Spät kommt die Gratifikation. Doch Kritik regt sich nicht am Timing, sondern daran, dass nur eine Milliarde Euro ausgeschüttet wird. Nicht alle Beschäftigten in der Pflege können daher eine Einmalzahlung erhalten. Opposition und Verbände befürchten, dass der Bonus als Alibi herhalten muss. Für eine Grundsatzdebatte über mögliche Fehler im System Gesundheitswesen lassen die angesetzten 45 Minuten jedoch kaum Zeit.

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