Düren/BerlinWenigstens mal ein bisschen Abwechslung für Polizei und Feuerwehr im nordrhein-westfälischen Düren. Wer will sich schon den ganzen Tag um Maskenmuffel und Brandherde kümmern, wenn er auch Hängebauchschweine retten kann? Zwei entlaufene Exemplare hatte eine Zeugin am Dienstag in der kleinen Gemeinde Vettweiß gesichtet, die Tiere waren über ein Feld in Richtung einer Landstraße unterwegs.

Als die Polizisten eintrafen (der Einsatzanlass lautete: Gefahr durch Tiere an der L33), machten die Schweinchen, was Schweinchen eben so machen, wenn sie mal rausdürfen: Sie wühlten friedlich im Acker herum. Nachdem alle Fangversuche gescheitert waren, umzingelte die ebenfalls herbeigerufene Feuerwehr die Tiere mit Absperrzäunen eines Bauhofes und trieb sie auf einen Anhänger. Die Besitzerin habe sie sich wenig später im Dürener Tierheim abholen können, so die Beamten.

Ende gut, alles gut, doch dieser Einsatz zeigt, wie aufwendig ein tierischer Einsatz schnell werden kann. Die Tierrettung der freiwilligen Feuerwehr Vettweiß musste die beiden Schweine immer wieder wegtreiben, um sie vom fließenden Verkehr auf der L33 fernzuhalten. Trotz Beteiligung einer Streifenwagenbesatzung, dem Bezirksdienstbeamten, der Feuerwehr und des Verkehrsdienstes gelang es nicht, die Tiere einzufangen. So ein Schwein kann eben ganz schön widerborstig sein, wenn man es beim friedlichen Wühlen stört.