Berlin - Ich mag es nicht gern abstrakt, ich mag anfassbare Geschichten. Je schwieriger ein Thema ist, so finde ich, desto erfahrbarer muss es kommuniziert werden. Umso schwerer fällt es mir aber auch, diese Kolumne gerade zu schreiben. Und zwar weil es keine reale Geschichte ist. Wir blicken mittlerweile auf fast ein Jahr kommender und gehender Lockdowns zurück, in dem Menschen zum Teil einsam starben. Das gab es  schon immer, auch dass Menschen einsam trauerten und nicht wissen, wohin mit ihren Gedanken – wenn jemand Geliebtes stirbt.

Dieser Tage meldet sich die Presse oft bei mir, weil man glaubt, dass ich eine Ahnung vom Trauern und vom Sterben habe. Und dank Corona ist zumindest Letzteres ein medialer Dauerbrenner, wenn auch ein abstrakter. In einem Gespräch mit dem Arte-Magazin kam ein Thema auf, das mich nicht mehr loslässt. Schlimmer noch, es macht mir schlechte Laune. Schon seit vergangenem Jahr gibt es immer wieder Stimmen (vor allem aus dem Bundespräsidialamt), die mit der Idee eines Gedenktages, einer Art Gedenkfeier für die Todesopfer der Corona-Pandemie, spielen. Sagt mal, geht’s noch? 

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