Berlin - Wenn es ums Sterben geht, werden die Entscheidungshorizonte plötzlich sehr eng. Die Sache mit dem Tod können wir uns nicht aussuchen, und das wird in absehbarer Zeit wohl auch noch nicht möglich sein. Nach dem Sterben nimmt die Entscheidungsvielfalt zumindest rein technisch nicht wirklich zu. In Deutschland läuft alles auf zwei Möglichkeiten hinaus: Kremation oder Bestattung des ganzen Körpers. Der Bestatter spricht in diesem Kontext von Feuer- oder Erdbestattung.

In Deutschland wird beim Kremieren ein Körper nebst Sarg bei circa 900 Grad Celsius verbrannt. Der Ofen ist vorgeheizt und das Holz entzündet sich wie von selbst. Am Ende bleiben von einem Menschen nur noch die mineralischen Einlagerungen in den Knochen übrig. Das sieht weniger nach Asche – von der man landläufig spricht – aus, als man denkt. Die Reste sind eher weiß. Manchmal sind noch kleine schwarze Bestandteile dabei, zumeist sind das Reste vom Sarg. Von uns Erwachsenen bleiben so circa 2,5 bis 4 Kilo mineralische Bestandteile übrig, die dann in eine Urne kommen. Bei Kindern ist es signifikant weniger. Für beides, Sarg und Urne, gibt es dann verschiedene Beisetzungsstätten. Sei es ein Friedhof oder bei Urnen auch ein dafür vorgesehener Wald und einige Gebiete an der Ost- und Nordsee.

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