Lebensmittel: Diese Dinge lagern wir im Kühlschrank immer falsch

Köln - Oftmals landen die Lebensmittel nach dem Einkauf erstmal irgendwo im Kühlschrank: Hauptsache alles passt irgendwie rein. Ein Fehler, der dazu führt, dass wir viel wegwerfen müssen. Wer sein Essen dagegen richtig lagert, hat länger davon und produziert weniger Müll.

Insgesamt landen im Jahr rund 4,4 Millionen Tonnen Lebensmittel im Müll, das sind täglich 150 Gramm pro Person. „Fast die Hälfte der Lebensmittelabfälle wären vermeidbar gewesen“, teilt die Initiative „Zu gut für die Tonne“ mit. Daran sind auch wir Verbraucher schuld: Wir kaufen zu viel ein, lassen uns vom Mindesthaltbarkeitsdatum verunsichern oder lagern die Dinge falsch. 

Es gibt einige Regeln, welche Lebensmittel im Kühlschrank wohin gehören. Denn Obst und Gemüse vertragen Kälte unterschiedlich gut. Bei Obst gilt die Faustregel: Heimisches liebt es kühl, Exoten mögen es warm. Ein paar Ausnahmen gibt es aber: 

Dieses Obst darf auf keinen Fall in den Kühlschrank

Bananen, Mangos, Orangen, Mandarinen und andere Zitrusfrüchte, Ananas und  Papaya gehören nicht in den Kühlschrank. Tomaten verlieren im Kühlschrank ihren Geschmack und werden noch fader, wenn sie im Kühlschrank liegen. Außerdem können sie dort schneller schimmeln.

Tipp: Angeschnittene Zitronen halten sich bei Zimmertemperatur gut eine Woche. Am besten legt man sie mit der Schnittseite nach oben auf einen Teller, damit diese nicht schimmelt.

Dieses Obst gehört in den Kühlschrank

Kirschen, Äpfel, Zwetschgen, Kirschen, Aprikosen, Erdbeeren, Heidelbeeren, Himbeeren, Trauben, Feigen und Kiwis.

Fast alle Gemüsesorten sind kühlschrankverträglich

Generell gilt für Früchte und Gemüse mit hohem Wasseranteil Kühlschrankverbot. Besser: bei Zimmertemperatur lagern. Gurken, Paprika, Zucchini und Auberginen gehören an die frische Luft. Auch Artischocken, Blumenkohl, Brokkoli, Chicorée, Endivie, Erbsen, Knoblauch, Gewürzkräuter (außer Basilikum), Bohnen, Lauchzwiebeln, Kohl, Radieschen, Pilze, Rote Bete, Salat, Sellerie, Spargel, Spinat und Mais halten sich am besten bei rund 15 Grad Celsius. Zimmertemperatur ist in diesen Fällen besser als der Kühlschrank.

Dieses Gemüse darf nicht kühl lagern

Nicht in den Kühlschrank sollen Aubergine, Paprika und Kürbis. Anders sieht es bei Angeschnittenem aus – wenn es schnell weiterverarbeitet wird, darf es für wenige Tage gekühlt werden.

Und was ist mit...

...Kartoffeln?

Kartoffeln gehören in den Keller oder in die Speisekammer, nicht in den Kühlschrank, so die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE). Kartoffeln sollten kühl und abgedunkelt lagern - so, dass die Kartoffel noch atmen kann. Sonst verfault sie schnell.

...Zwiebeln?

Zwiebeln sollten möglichst trocken gelagert werden. Denn Feuchtigkeit würden sie – auch im Kühlschrank – zwangsläufig muffig werden lassen. Was viele nicht wissen: Kartoffeln und Zwiebeln sollten niemals zusammen aufbewahrt werden!

...Käse?

Ganz wichtig für Käse ist, dass er atmen können muss. Lassen Sie ihn nicht in Plastik verpackt und lagern sie ihn nicht luftdicht. Besser: Bewahren Sie den Käse in einem angefeuchteten Tuch oder eingewickelt in ein Käsepapier mit Wachsschicht auf.

...Konservendosen?

Angebrochene Konservendosen sollten nicht in den Kühlschrank zurückgestellt werden. Besser: Wer den Inhalt einer Konservendose nur zur Hälfte aufbraucht, sollte den Rest immer umfüllen und in den Kühlschrank stellen. Am besten eignen sich dafür Porzellan- oder Kunststoffbehältnisse mit Deckel. Der Grund: Besonders saure Lebensmittel wie Obst oder Tomaten neigen dazu, nach dem Öffnen mit dem Zinn der Metalldosen zu reagieren. 

...Brot?

Brot gehört nicht in den Kühlschrank, es hält sich am besten, wenn man es in einem luftdurchlässigen Behälter lagert. Verpackt man es luftdicht in Plastik, fängt es schneller an zu schimmeln. Optimal sind Tongefäße als Brotkorb, darin bleibt das Brot lange frisch.