Ein herkömmlicher Zuchteber. Er verfügt, ganz konventionell, über eigenes Sperma.
Foto: imago images/Countrypixel

Pullmann/Insel Riems - In der Tierzucht könnten künftig womöglich Leihväter das Erbgut besonders erlesener Zuchttiere weitergeben. Forscher haben eine Methode entwickelt, genetisch unfruchtbaren Tieren Sperma bildende Stammzellen von auserwählten Artgenossen zu transplantieren. Die Leihväter begannen daraufhin, Spermazellen dieser Spender zu bilden, wie die Forscher im Fachmagazin „PNAS“ berichten.

Das Team um Jon Oatley von der Washington State University in Pullman entwickelte das Verfahren zunächst exemplarisch an Mäusen, die dann auch Nachkommen mit dem gewünschten Erbgut zeugten. In weiteren Versuchen testete es den Ansatz an Schweinen, Ziegen und Rindern. Über die Tierzucht hinaus könnte das Verfahren zudem dabei helfen, bedrohte Tierarten zu erhalten, schreiben die Wissenschaftler. In der Medizin könnte sich eine Sperma-Stammzellspende möglicherweise zur Behandlung von Unfruchtbarkeit eignen.

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