Flauschalarm: Das Leoparden-Baby entdeckt die Außenanlage.
Foto: Gernot Menzel/Zoo Hoyerswerda/dpa

Berlin/HoyerswerdaSchnurrig behaart, flauschfleckig und mit gespanntem Blick ging es für das am 4. Mai geborene Leoparden-Baby aus dem Zoo Hoyerswerda in dieser Woche zum ersten Mal auf die Außenanlage. Aufregend, schließlich hat das noch namenlose Süßerchen die vergangenen Wochen mit Mutter Bao Bao‎ in der abgedunkelten Wurfhöhle verbracht. ‎ 

Umso mehr galt es nun zu entdecken und bei Licht unter die Lupe zu nehmen: der weiche Boden, die großen Baumstämme, das grüne Gras. Dazu die ersten Kletterversuche, ein noch etwas unbeholfenes Tapsen und der ständige Blick zur Mutter, der flink gefolgt werden muss, schließlich ist sie allein für die Aufzucht zuständig.

In der drittgrößten Stadt der Oberlausitz wird mit Argusaugen über das Wohl des kleinen Raubtieres gewacht, schließlich handelt es sich nicht nur um den ersten Nachwuchs der beiden im Zoo lebenden Chinaleoparden (Panthera pardus japonensis), sondern auch um das einzige Jungtier dieser Art in Deutschland. Die ursprünglich im zentralen und nördlichen China beheimateten Raubkatzen sind stark gefährdet, heute gibt es sie in China fast nur noch in isolierten Restbeständen.

Mutter Bao Bao hatte, bevor sie 2018 nach Hoyerswerda kam, bereits dreimal Nachwuchs, aber keines der Jungtiere überlebte. Daher wurde vom zuständigen Zuchtbuchkoordinator ein Wechsel der Partner und somit der Umzug nach Sachsen vorgeschlagen, um so einen Gendefekt oder Erbkrankheiten auszuschließen.

Mit Leopardenmännchen San hat es nun geklappt. Das Geschlecht des jetzt geborenen Kleinen steht zwar noch nicht genau fest. Aber hier gilt nun wirklich die gute, alte Binsenweisheit: Hauptsache gesund.