Partikelausbreitung nach 60 Sekunden in einem Klassenzimmer bei gekippten Fenstern, wenn ein Schüler atmet und periodisch hustet.
Grafik: TU Berlin/HRI

Berlin - Daumen drücken und Luft anhalten scheint bundesweit das Motto zu sein, was die Wiedereröffnung der Schulen betrifft: Die Abstandsregel ist überall gefallen, mit der Mund-Nasen-Bedeckung halten die Bundesländer es unterschiedlich. Luft anhalten wäre jedoch tatsächlich das Einzige, was gegen Aerosole hilft: Winzige flüssige oder gasförmige Teilchen, die immun gegen die Schwerkraft sind und anders als Tröpfchen auch durch Alltagsmasken dringen. Von Wissenschaftlern wurden sie als Hauptübertragungsweg für das Coronavirus identifiziert.

Diese Aerosole sind der Grund, warum viele Wissenschaftler die Schulöffnungen mit Sorge betrachten. Denn gegen sie hilft vornehmlich eines: Lüften, lüften, lüften. Im aktualisierten Berliner Musterhygieneplan spielt das Thema denn auch eine wichtige Rolle: Ausdrücklich steht dort drin, dass „täglich, mindestens einmal in jeder Unterrichtsstunde bzw. Betreuungsstunde sowie in jeder Pause, eine Durchlüftung durch vollständig geöffnete Fenster und eine Luftabzugsmöglichkeit (z.B. offene Tür) über mehrere Minuten vorgenommen“ werden müsse.

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