Schwangerer Maskenrochen aus dem Zuchtprogramm. 
Foto: Hans Novak/Haus des Meeres/APA/dpa

Wien/BerlinEr ist blau gepunktet und stark abgeplattet: Der Maskenrochen aus dem Haus des Meeres in Wien. Das Rochenmädchen wurde im März, gerade als Covid-19 in Europa zum alles bestimmenden Thema wurde, geboren und wird von den Tierpflegern deswegen Corona genannt. 

Das kann man ein bisschen gemein finden – schließlich sind Knorpelfische gewiss nicht für den Ausbruch der Pandemie verantwortlich zu machen. Aber irgendwie passt es dann doch: Corona hat eine bei Korallenriff-Bewohnern häufig auftretende Gesichtszeichnung, die wie eine dunkle Maske aussieht und der Tarnung dient.

Maskenrochen Corona.
Foto: Haus des Meeres/Daniel Abed

Was angemerkt werden muss: Corona trägt die Maske nicht ordnungsgemäß, sie bedeckt nicht Nase und Maul, sondern verschleiert die Augen. Aber über diesen infektionsschutzmäßigen Fauxpas wollen wir mal großzügig hinwegsehen. 

Schließlich handelt es sich bei der Fischdame bereits um das 200. Tier, das im Rahmen eines europäischen Erhaltungszuchtprojekts für Meerestiere geboren wurde. Die Eltern entstammen zwei unterschiedlichen Zuchtlinien in Schweden und Großbritannien, die Ururgroßeltern noch aus südostasiatischen Korallenriffen.

Ganz korrekt bezeichnet handelt es sich bei Corona übrigens um einen Orientalischen Maskenrochen (Neotrygon orientale). Die Gattung gehört zur Familie der Stechrochen. Ihre Arten leben im Indischen Ozean zwischen dem Roten Meer und dem Westrand des Pazifiks.