Die Firma Puren Pharma musste Medikamente zurückrufen (Symbolbild)
Foto: dpa/Matthias Hiekel

MünchenDas Münchner Arzneimittelunternehmen Puren Pharma hat 235 Chargen mit Medikamenten zurückgerufen. Die Texte der Beipackzettel entsprachen nicht den Vorschriften, wie die Regierung von Oberbayern am Freitag mitteilte. Dies sei bei einer anlassbezogenen Inspektion im Dezember aufgefallen. Die Firma veröffentlichte eine Liste mit den betroffenen Medikamente auf ihrer Homepage, darunter das Schmerzmittel Ibuprofen und der Blutdrucksenker Candesartan oder den Wirkstoff Finasterid, der etwa gegen Haarausfall eingesetzt wird. Zuerst hatte der «Spiegel» über den Rückruf berichtet.

Folgende Medikamente sind von dem Rückruf betroffen:

  • Atorvastatin PUREN (Filmtabletten)
  • Candesartan PUREN (Tabletten)
  • Candesartan-comp PUREN (Tabletten) Diclo-Divido (Retardkapseln)
  • Docetaxel Aurobindo (Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung)
  • Finasterid PUREN (Filmtabletten)
  • Fluvastatin PUREN (Retardtabletten)
  • Ibuprofen PUREN (Granulat)
  • Lansoprazol Aurobindo (magensaftresistente Hartkapseln)
  • Levetiracetam (PURENFilmtabletten)
  • Levodopa/Carbidopa/Entacapon PUREN (Filmtabletten)
  • Oxaliplatin Aurobindo (Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung)
  • Oxycodonhydrochlorid PUREN (Hartkapseln und Retardtabletten)
  • Oxycodon-HCl/ Naloxon-HCl PUREN (Retardtabletten)
  • Quetiapin PUREN (Filmtabletten)
  • Topiramat PUREN (Filmtabletten)

Puren Pharma gehört nach eigenen Angaben zur indischen Aurobindo-Gruppe und ist spezialisiert auf Generika, also wirkstoffgleiche Kopien von Medikamenten. Solche Firmen werden in der Regel alle zwei Jahre überprüft, so die Regierung von Oberbayern.