Ausgehobene Gräber auf dem Friedhof von Vila Formosa in Brasilien.
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BerlinMittlerweile sind weltweit mehr als 400.000 Menschen an den Folgen der durch das Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Insgesamt wurden nach einer Zählung der Nachrichtenagentur AFP seit Ende des vergangenen Jahres 400.052 Todesfälle registriert, womit sich die Zahl in den vergangenen anderthalb Monaten verdoppelt hat. Mit mehr als 183.400 Toten wurde knapp die Hälfte der Todesfälle in Europa verzeichnet.

Die USA sind mit mehr als 109.800 Verstorbenen nach wie vor das am schlimmsten von der Pandemie betroffene Land der Welt. An zweiter Stelle liegt Großbritannien mit mehr als 40.500 Toten, danach folgen Brasilien mit knapp 36.000 sowie Italien mit knapp 34.000 Toten.

Relativ zur Einwohnerzahl ist die Zahl der Toten jedoch in einigen europäischen Ländern höher als in den USA. In den USA starben aktuellen Daten der Johns-Hopkins-Universität zufolge rund 33 Menschen pro 100 000 Einwohner. In Frankreich liegt dieser Wert gerundet bei 43, in Schweden bei 45, in Italien bei 56 und in Großbritannien bei 61 - in Deutschland hingegen bei 10.

In den vergangenen Wochen entwickelte sich Lateinamerika zum neuen Epizentrum der Pandemie, vor allem in Brasilien stiegen die Infektions- sowie Todeszahlen sprunghaft an. Die Zahlen der dortigen Behörden gelten aber als umstritten. Der ultrarechte brasilianische Präsident Jair Bolsonaro hatte die Ernsthaftigkeit der Virusausbreitung in der Vergangenheit wiederholt heruntergespielt und drastische Maßnahmen zur Eindämmung abgelehnt.