Forscher fanden in dieser Höhle im mexikanischen Bundesstaat Zacatacas angeblich die Spuren von mehr als 30.000 Jahre alten Ur-Amerikanern.
Foto: dpa/Ciprian Ardelean/INAH

Concepción del Oro - Bereits seit mehr als 30.000 Jahren könnten Menschen in Amerika gelebt haben – etwa doppelt so lange wie bisher angenommen. Darauf deutet der Fund von Steinwerkzeug in einer Höhle im zentralmexikanischen Bundesstaat Zacatacas nach Ansicht der beteiligten Archäologen hin, wie die Deutsche Presseagentur berichtet.

Rund 1900 Werkzeuge seien seit 2012 in der Chiquihuite-Höhle auf gut 2700 Metern Höhe ausgegraben worden, darunter Klingen und Spitzen, berichten die Wissenschaftler unter der Leitung des Archäologen Ciprian Ardelean von der Universidad Autónoma de Zacatecas in der Fachzeitschrift „Nature". Davon steckten 239 Stücke in Erdschichten, deren Alter mit der Radiokarbonmethode auf bis zu 33.000 Jahre datiert wurde. Bei der Radiokarbonmethode werden kohlenstoffhaltige Materialien zeitlich datiert, indem man den Zerfall radioaktiver Atome untersucht. Da bestimmte radioaktive Elemente auch in Steinen eingeschlossen sind, ist es seit den 50er-Jahren möglich, das absolute Alter von Gestein zu bestimmen.

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