Berlin - Multiple Sklerose (MS) hat etwas zutiefst Unheimliches an sich. Monatelang können Betroffene dieser chronisch-entzündlichen Erkrankung des zentralen Nervensystems beschwerdefrei leben, bis es ihnen in den Händen kribbelt, sie nicht mal mehr in der Lage sind, ein Glas Wasser zu greifen, bis ihr Bein sich so schwer anfühlt wie Blei und beim Laufen schleifend nachgezogen werden muss. Oder sie die Kontrolle über ihre Blase verlieren, ihre Sprache verschwimmt, sie doppelt sehen. Als „Schub“ werden diese neurologischen Störungen bezeichnet, die ein Zeichen sind von einer neuen oder einer reaktivierten Entzündung im Gehirn oder Rückenmark. Um als Schub gewertet zu werden, muss die Krankheitsaktivität mindestens 24 Stunden andauern. Sie klingt manchmal nach Tagen, nach Wochen, manchmal erst nach Monaten wieder ab. In einigen Fällen vernarbt, also sklerosiert, das entzündete Nervengewebe so sehr, dass die Schäden bestehen bleiben.

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