Berlin - Gäbe es eine Anleitung zum Lachen, lautete sie so: „Weiten Sie die Nasenlöcher. Verengen Sie die Augen. Ziehen Sie die Mundwinkel nach oben. Beschleunigen Sie den Atemrhythmus. Pumpen Sie die Luft in kurzen Stößen in die Lunge, bis die Stimmbänder schwingen und ein Stakkato wiehernder oder gackernder Laute entsteht. Versetzen Sie nun auch noch das Zwerchfell in Schwingung. Achten Sie darauf, dass es Leber, Galle, Milz sowie den Magen-Darm-Bereich gründlich durchknetet. Wenn Sie jetzt noch dafür sorgen, dass der Augenmuskel das Gehirn veranlasst, Glückshormone auszuschütten, ist es geschafft: Sie sind glücklich vernebelt, alles in Ihnen zieht, zerrt, stößt und schwingt, Sie lachen aus vollem Halse, kriegen sich nicht mehr ein.“

Aber natürlich gibt es keine Anleitung zum Lachen. Es lässt sich dem Willen nicht unterwerfen. „Wir können nur staunend zur Kenntnis nehmen, was in uns passiert, wenn wir lachen.“ Michael Titze sagt das. Von ihm stammt die Auflistung der „Arbeitsschritte“, die der Körper absolviert, wenn wir lachen. „Wenn wir lächeln, kichern oder grinsen, mag der Wille noch mitsprechen“, stellt Titze klar. „Wenn wir befreit lachen, steht er auf verlorenem Posten.“

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