Berlin - Öl, Tierkadaver, überflutete Abwassersysteme – in den Hochwassergebieten in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz steigt die Angst vor Rattenplagen und Seuchen. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) können über fäkal kontaminiertes Wasser bestimmte mit dem Stuhl ausgeschiedene Erreger übertragen werden und zu Magen-Darm-Erkrankungen oder Hepatitis A führen. Denkbar seien auch sogenannte Leptospirose-Infektionen, die zum Beispiel über Schnittwunden in den Körper gelangen, jedoch seien diese Erkrankungen in Deutschland selten. Hygienische Probleme ergeben sich vor allem dann, wenn die Bewohnerinnen und Bewohner und Hilfskräfte bei Aufräumarbeiten in den Katastrophengebieten mit dem kontaminierten Wasser intensiven Kontakt haben.

Giftige Stoffe und Keime gelangen unter anderem aus Klärwerken, aufgerissenen Rohren, Mülltonnen, zerstörten Tanks in die Umwelt und verunreinigen das Wasser. Auch Putzmittel, Farben oder Säuren, die in Kellern und Betrieben lagerten, können ausgelaufen sein und das Flutwasser chemisch belasten.

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