Berlin/Singapur - Das Grevyzebra ist das größte der heute lebenden Zebras und der größte wildlebende Vertreter der heutigen Pferde. Ein prächtiges, beeindruckendes Tier, keine Frage – und in seinem Fortbestand bedroht. Vor dem Hintergrund verstehen sich die guten Nachrichten aus Singapur: Der Mandai Zoo stellt jetzt ein seltenes Zebra-Fohlen der Öffentlichkeit vor, geboren wurde Equus grevyi, so der wissenschaftliche Name, bereits am 30. Dezember, wie es in einer Mitteilung hieß.

Weltweites Zuchtprogramm für die bedrohten Tiere

Nun also tapst die kleine Izara durch sein Gehege, sorgsam bewacht von Mutter Koelle. Sie und der Vater Desta waren im Juni letzten Jahres aus dem amerikanischen Tanganyika Wildlife Park in den südostasiatischen Stadtstaat verlegt worden, und zwar im Rahmen eines weltweiten, von der European Association of Zoos and Aquaria geleiteten Zuchtprogramms. Tierschützer werten die Geburt des Fohlens als wichtigen Erfolg bei den Bemühungen um den Erhalt der bedrohten Grevyzebras.

AFP/Roslan Rahman
Das Grevyzebra lebt im nordöstlichen Afrika, hauptsächlich in Äthiopien und Kenia.

„Jede Geburt ist ein Fest – und dieses gesunde und aktive Fohlen wird einen Beitrag zur Population der Tiere unter menschlicher Obhut leisten“, freute sich dann auch Luis Carlos Neves von der Mandai Wildlife Group, die den Zoo betreibt. Heute gebe es weniger als 2000 Grevyzebras in freier Wildbahn und etwa 400 von Menschen betreute Exemplare, erklärte der Experte gegenüber der Zeitung Straits Times am Dienstag. Izaras Geburt sei ein „monumentaler Schritt“ zum Schutz der Art.

Das Grevyzebra lebt im nordöstlichen Afrika, hauptsächlich in Äthiopien und Kenia. Als Hauptnahrung dienen Gräser. In freier Wildbahn ist das Grevyzebra aufgrund von Bejagung und durch den Verlust seiner natürlichen Lebensräume bedroht. In den letzten drei Jahrzehnten ging der Bestand um 85 Prozent zurück. In Hinblick auf seine Heimat erklärt sich auch der Name des Singapurer Fohlens: Izara ist ein afrikanischer Mädchenname und bedeutet „Stern“.

Auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion IUCN werden die Tiere als „endangered“ (stark bedroht) geführt.