Das Masernvirus soll bereits in der Antike von Rindern auf den Menschen übertragen worden sein.
Fotot: imago images/View Stock

Berlin - Die Masern sind hoch ansteckend. Ein Erkrankter infiziert etwa zwölf bis 18 Menschen. Das liegt unter anderem daran, dass das Masernvirus (Measles morbillivirus) lange als Aerosol in der Luft schwebt. Es kann also in der Raumluft zwischen Menschen übertragen werden, die gar keinen direkten Kontakt haben. Erste Berichte über die Masern sollen aus dem 7. Jahrhundert stammen. Doch die Masernviren sind vermutlich viel älter und sollen einen ähnlichen Weg hinter sich haben wie das neuartige Coronavirus. Sie entstanden einst durch Übertragung eines Virus vom Tier auf den Menschen. Und dies soll bereits vor etwa 2600 Jahren passiert sein, mitten in der Antike. Herausgefunden hat das ein internationales Team, an dem Wissenschaftler des Berliner Robert Koch-Instituts (RKI), des Berliner Medizinhistorischen Museums der Charité sowie von Universitäten in Leuven, Oklahoma und Los Angeles beteiligt waren. Am 19. Juni 2020 erschien dazu eine Studie im Fachjournal Science.

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