Das neue Gesicht des Nobelpreises: weiblich, cool, aus Berlin. Emmanuelle Charpentier als frisch gekürte Chemie-Nobelpreisträgerin am Mittwoch in Berlin. 
Foto: Tobias Schwarz/AFP

Berlin - Es klang ganz so, als habe Emmanuelle Charpentier gar nicht vor, an ihrer Planung für den Abend etwas zu ändern. Sie sei mit Jürgen Zöllner verabredet, dem früheren Berliner Wissenschaftssenator, sagte sie am Mittwochnachmittag bei der Pressekonferenz auf die Frage, wie sie noch  feiern werde. Zöllner habe sie bei ihrer Ankunft in Berlin vor fünf Jahren sehr unterstützt. Jetzt frage sie sich allerdings, ob er das Datum mit Bedacht gewählt hat: ausgerechnet der Tag, an dem der Nobelpreis für Chemie vergeben wird. Den hat sie, Emmanuelle Charpentier, nun in der Tat bekommen, gemeinsam mit der Amerikanerin Jennifer Doudna. Seit Jahren standen sie auf der Liste der Favoritinnen. Beide werden ausgezeichnet „für die Entwicklung einer Methode des Genom-Editings“, wie die Königlich-Schwedische Akademie am Mittwoch mitteilte. Die Methode, die Emmanuelle Charpentier vor acht Jahren gemeinsam mit Jennifer Doudna und anderen Forschern entwickelte, wird auch Genschere genannt. Korrekt heißt sie: Crispr/Cas9.

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