Man erkennt sie an der Kleidung oder an ihren Vorlieben: die unterschiedlichsten Studenten-Typen treffen auf dem Campus zusammen. Mit Poloshirt und Aktentasche oder Rastas und Jutebeutel bevölkern sie die Hörsäle. Der Artenvielfalt ist an der Universität keine Grenze gesetzt. Doch nicht jeder Studi-Charakter ist für jeden Spaß zu haben. Hier eine kleine Auswahl von typischen Kommilitonen und wozu sie eher nicht zu gebrauchen sind.

Der Karrieremacher

Er hat den Chefsessel fest im Visier und der Fünf-Jahres-Plan steht. Nach dem Abschluss in Turbostudienzeit will dieser Studententypus nur eins: hoch hinaus. Man erkennt ihn an seiner Pünktlichkeit. Um einen Platz im Hörsaal muss er nie bangen. Sein Look ist sein Markenzeichen: akkurates Hemd und eine glänzende Aktentasche, dazu Laptop und Tablet. Denn obwohl er noch keine Festanstellung hat, liebt er es, so zu tun als ob.

Der Business-Dress-Träger studiert Betriebswirtschaftslehre oder Jura. In seiner Freizeit deutet er gerne Gesetze oder diskutiert Wirtschaftskurven. Dabei wirft er ständig mit wichtigen Fachbegriffen um sich. Gute Noten sind sein Ziel, der Weg dahin sein Hobby. „Doch sein Wissen teilt dieser Studententyp lieber nicht. Er ist eher ein Einzelkämpfer“, sagt Anna-Maria Jäger von der Studienberatung der psychologischen Hochschule in Berlin. Deshalb sei er für Lerngruppen auch nicht zu gebrauchen.

Der Partylöwe

Klausuren kann man wiederholen, Partys aber nicht – nach diesem Motto studiert und lebt die Partykanone. Für diesen Charakter muss die Studentenzeit vor allem eins sein: feucht und fröhlich. Die durchzechten Nächte sieht man ihm auch an. Dunkle Augenringe zieren das Gesicht. Die Alkoholfahne ist sein ständiger Begleiter. Ohne Energy Drinks fällt das Feierbiest um. Ganz klassisch ist er an seinen Social-Media-Posts zu erkennen. Sprüche wie „Schon wieder Montag“ oder „Ich bin noch nicht fertig mit dem Wochenende“ zieren seine Timeline.

Ungern verplempert das Feierbiest Zeit damit zu lernen. Vorlesungen werden nur besucht, um sich nach den nächsten WG-Partys zu erkundigen. „Deshalb sollte man sich diesen Typus auch nicht als Vorbild nehmen“, sagt Jäger. Für Gespräche über die vergangene Vorlesung ist er ungeeignet. Außerhalb vom Club oder der WG-Fete ist der Partylöwe eine echte Schlaftablette.