Die defizitäre Biosphärenhalle in Potsdam soll doch weiterbetrieben werden. Auch die Außenhülle wird saniert. Das haben die Stadtverordneten der Brandenburger Landeshauptstadt am Mittwochabend beschlossen. Die klug konzipierte Tropenhalle mit exotischen Pflanzen und Tiere ist ein wunderbarer Ort zum Lernen und Begreifen. Allerdings liegt sie am nördlichen Rand der Stadt, weit weg von den Schlössern. Und seit langem ist sie ein Zuschussgeschäft für die Stadt.

Die Halle und der benachbarte Volkspark entstanden zur Bundesgartenschau 2001. Mit der Halle und ihren 20.000 tropischen Pflanzen ging ein privater Investor in Insolvenz, die Stadt sprang ein. Immer wieder gab es Ideen, die Biosphärenhalle anders zu nutzen, etwa als Schulgebäude oder Mehrzweckhalle.

Nun soll die Halle unter Einbeziehung des Parks attraktiver gemacht werden. Sie soll zu einer überregionalen Bildungsstätte mit dem Themenschwerpunkt Klimawandel umgebaut werden. „Hier kann ein besonderer Ort für Potsdam mit Strahlkraft über die Stadtgrenzen hinweg entstehen“, sagt Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD). „Gemeinsam mit den wissenschaftlichen Einrichtungen unserer Stadt, die dies wollen, können wir hier einen dauerhaften Lernort etablieren, der ein Schaufenster gerade für die herausragenden Institute im Bereich Umwelt und Klima bietet.“