Berlin - Eine Branche fürchtet um Einnahmen, die sich laut Bundesfamilienministerium jährlich auf Millionen summieren. Die Rede ist von Psychologinnen und Psychologen mit der Fachqualifikation, Rechtsgutachten über transidente Menschen zu erstellen. 2019 geriet die Szene bereits in Aufruhr, als im Personenstandsgesetz der §45b eingefügt wurde – für „Personen mit ‚Varianten der Geschlechtsentwicklung‘. Damit meinte das Bundesinnenministerium intersexuelle Menschen, die seitdem ihren Geschlechtseintrag ohne Gerichtsverfahren beim Standesamt ändern können. Angesprochen fühlten sich gleichwohl transidente Menschen, in der Hoffnung, ihnen bliebe erspart, wozu sie das teils verfassungswidrige Transsexuellengesetz (TSG) zwingt: nämlich zwei teure Gutachten einzuholen, die sie, fachlich falsch, für psychisch krank erklären. Eine Expertise im Auftrag des Familienministeriums konstatiert die „Zwecklosigkeit“ dieser Praxis und rät zu prüfen, „ob hier eine unzweckmäßige Verwendung von Steuergeldern vorliegt“.

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