Ein Mitarbeiter der Feuerwehr Hannover zieht das Kalb aus dem Wasser.
Foto: Feuerwehr Hannover/dpa

Hannover/BerlinBibberige elf Grad Wassertemperatur herrschen derzeit in der Leine, dem Fluss also, der unter anderem die niedersächsische Landeshauptstadt Hannover durchfließt. Keine angenehmen Badetemperaturen für Menschen, und erst recht nicht für empfindliche und wasserscheue Jungtiere.  

Und so war denn auch die Feuerwehr in Hannover in höchster Alarmbereitschaft, als ein gerade mal zehn Tage altes Kalb von seiner Weide die Böschung hinabstürzte und in den Fluss fiel. Aus eigener Kraft hätte das Tier keine Chance gehabt, sich zu befreien, teilte die Feuerwehr in der Nacht zu Dienstag mit.

Ein Passant hatte das Tier im etwa 80 Zentimeter tiefen Wasser entdeckt und die Rettungskräfte verständigt. Diese hoben das Tier mit Gurten wieder auf die Weide. Das Tier war leicht unterkühlt, aber unverletzt, wie die Feuerwehr mitteilte, und wurde vor Ort seinem Halter übergeben.

Ein kleiner Faktencheck zum Thema „Kühe und Schwimmen“ ergibt übrigens, dass die Tiere das grundsätzlich können, es aber nicht gern tun. Auf zahlreichen Internetseiten geisterte zwar mal herum, dass Kühe keinen Schließmuskel hätten und daher beim Schwimmen mit Wasser volllaufen und versinken würden. Das ist aber Unfug, der auf einen satirischen Artikel aus der taz aus dem Jahr 2001 zurückgeht. 

Kühe sind zwar in der Regel etwas wasserscheu, können aber durchaus schwimmen. Aber bei elf Grad? Dann doch lieber nicht!