Berlin - „Spermienzahl bei europäischen Männern um die Hälfte gesunken“ oder „Sperma in der Krise“ – unter solchen Schlagzeilen berichteten Medien vor einiger Zeit über eine Studie, in der Forscher einen massiven Spermienschwund bei Männern in der westlichen Welt konstatierten. Um mehr als 50 Prozent seien Zahl und Konzentration der Spermien zwischen 1973 und 2011 gesunken, und ein Ende des Spermienschwunds nicht absehbar, hatte ein internationales Forscherteam 2017 im Fachmagazin Human Reproduction Update geschrieben. Nun befasst sich eine aktuelle Untersuchung erneut mit jenen Daten und analysiert diese unter einem anderen Blickwinkel.

Berichte über einen rätselhaften Spermienschwund in vielen Ländern der Welt gibt es seit einigen Jahren immer wieder. Als mögliche Gründe werden unter anderem genannt: westlicher Lebensstil, Handystrahlen und Umweltchemikalien, insbesondere hormonell wirkende Weichmacher aus Kunststoffen. Die Leiterin der eingangs genannten Studie von 2017, Shanna Swan von der Icahn School of Medicine at Mount Sinai in New York, USA, legte kürzlich mit der Veröffentlichung eines Buches mit dem Titel „Count Down“ nach. Darin ist sogar vom möglichen Ende der Menschheit die Rede.

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