Fairbanks - Aus der Analyse eines Stoßzahns haben Forscher die Lebensgeschichte eines Wollhaarmammuts rekonstruiert. Der Bulle lebte während der letzten Eiszeit vor gut 17.000 Jahren in Alaska, verließ im Alter von etwa 16 Jahren seine Herde, streifte weiträumig durch die unvergletscherten Teile der Region und starb mit etwa 28 Jahren, vermutlich an Hunger. Die einzelnen Lebensphasen des Tiers beschreibt das Team um Matthew Wooller von der University of Alaska in Fairbanks im Fachjournal Science.

Über die Lebensweise von Wollhaarmammuts (Mammuthus primigenius), die über Hunderttausende von Jahren Eurasien und später auch Nordamerika bewohnten, ist bislang wenig bekannt. Die Art soll sich vor etwa 800.000 bis 600.000 Jahren in Sibirien entwickelt haben. Am Ende des Pleistozäns vor etwa 12.000 Jahren starb sie in großen Teilen ihres Verbreitungsgebiets aus. Restpopulationen überlebten auf einigen Inseln noch einige Jahrtausende.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.