Ein Retrovirus macht Koalas anfällig für Krebserkrankungen

Klimawandel, Verkehr, Umweltzerstörung: Viele Einflüsse gefährden Koalas. Auch Krebserkrankungen treffen sie häufig. Eine Studie klärt den Grund dafür.

Zwei Koalas im „Australian Reptile Park“. Laut einer Studie trägt die gesamte Koala-Population in Queensland und New South Wales in Australien Kopien des Koala-Retrovirus in ihrem Erbgut.
Zwei Koalas im „Australian Reptile Park“. Laut einer Studie trägt die gesamte Koala-Population in Queensland und New South Wales in Australien Kopien des Koala-Retrovirus in ihrem Erbgut.Imago

Brisbane/Berlin-Ein bestimmtes Virus macht Koalas anfällig für Krebserkrankungen. Das Koala-Retrovirus (KoRV) habe innerhalb der letzten 50.000 Jahre die Keimzellen - also die Spermien oder Eizellen - von Koalas infiziert, berichtet ein internationales Forscherteam unter Leitung des Berliner Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW) im Fachblatt Nature Communications. Die Nachkommen dieser Tiere trügen die Erbinformationen des Erreger in jeder Zelle ihres Körpers. Das Virusgenom könne die Aktivität von Genen verändern, die mit der Krebsentstehung in Verbindung gebracht werden und so eine erhöhte Anfälligkeit für Krebs verursachen.

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