Stade/BerlinIn einem Reservat in South Carolina werden ein Orang-Utan und ein herrenloser Hund Freunde. In einer Tierschutz-Station in China schlafen eine Taube und ein Rhesusäffchen in einem Käfig. Und in einem russischen Zoo leben ein Tiger und ein Ziegenbock monatelang in friedlicher Koexistenz, obwohl der Bock eigentlich als Raubtierfutter vorgesehen war. All diese Geschichten erzählen von ungewöhnlichen tierischen Freundschaften, die uns Menschen rühren, auch wenn es sich oft um reine Zweckgemeinschaften handelt. Manchmal finden die Tiere in der Not zusammen, um sich etwas Geborgenheit zu geben. Fehlt ein geeigneter Sozialpartner, tut es eben auch mal ein artfremder Freund.

So wie im niedersächsischen Stade, wo sich ein verwaistes Zwergzebu-Kalb mit einem jungen Wildschwein angefreundet hat. Gemeinsam hat das ungleiche Paar wochenlang im Moor überlebt. Wie die Tierhilfe Kitz & Co. auf ihrer Facebookseite berichtet, fing alles damit an, dass das drei Monate alte Kalb Ende Juni mit seiner Mutter im Harz bei Züchtern abgeholt und bei den neuen Besitzern nahe Stade auf eine unzureichend gesicherte Weide gelassen wurde. Die Rinder liefen daraufhin ins angrenzende Hohe Moor, woraufhin die neuen Halter nach einer dreitägigen Verfolgungsjagd die Kuh zum Abschuss freigaben.

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