Was soll sie auch sonst tun: Die Kuh schwimmt um ihr Leben.
Foto: dpa/Polizeipräsidium Osthessen

Schrecksekunde bei den Bewohnern eines Einfamilienhauses im osthessischen Schlitzenhausen bei Tann. Am Samstagmorgen hatten sie Planschgeräusche im Garten gehört und entdeckten ein Kalb in ihrem Swimmingpool. Das Tier hatte offenbar die Poolabdeckung für einen fest begehbaren Untergrund gehalten und war ins Wasser gestürzt. Was tun? Die junge Kuh strampelte jedenfalls um ihr Leben, und sie tat das nicht schlecht – über mehrere Stunden hinweg. Zeit genug für die Menschlinge, auf den rettenden Einfall zu kommen: Sie riefen die Polizei und die wiederum brachte die Ortsfeuerwehr mit. Sodann wurde ein Großteil des Wassers aus dem Pool gepumpt, die Kuh mit Seilen aus dem Bassin gehoben und schließlich zu ihrem Besitzer gebracht.

Aber nicht genug damit. Laut dem Polizeibericht wurde die Kuh auch noch mit einem „Freischwimmer“ für die erbrachte Leistung geehrt, „da sie sich geschickt über einen längeren Zeitraum über Wasser halten konnte“. Überdies konnte zwei „weiteren tierischen Badegästen, welche ebenfalls aus der Koppel ausgebrochen waren, der Zutritt zu dem Swimmingpool durch die vor Ort befindlichen Einsatzkräfte verwehrt“ werden. Tierretter am Limit!