750 Paare des vom Aussterben bedrohten Mauritiussittich gibt es inzwischen wieder.
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GlandGute Nachrichten für zehn bedrohte Vogel- und Fischarten: Dank umfangreicher Schutzmaßnahmen und durch Brutprogramme haben sich ihre Populationen nach Angaben der Weltnaturschutzunion (IUCN) leicht erholt. 

Auf der neuen Roten Liste der gefährdeten Tier- und Pflanzenarten werden acht Vogel- und zwei Fischarten als weniger gefährdet eingestuft als bisher, wie die IUCN am Dienstag in Gland bei Genf mitteilte. Für viele Arten geht der Niedergang allerdings weiter. Die Population der europäischen Wildkaninchen (Oryctolagus cuniculus) sei zwar insgesamt groß. Im Stammgebiet der Art in Spanien, Portugal und Südfrankreich sei das Wildkaninchen aber nicht mehr nur potenziell, sondern nun stark gefährdet. Insgesamt stehen mehr als 110.000 Tier- und Pflanzenarten auf der Liste, und mehr als 30.000 sind vom Aussterben bedroht.

Gute Entwicklung bei Guamralle und Mauritiussittich

Positiv sei die Entwicklung bei der Guamralle (Gallirallus owstoni), berichtet IUCN. Auf der Pazifikinsel Guam sei das letzte wilde Exemplar der flugunfähigen Vögel 1987 von einer Schlange getötet worden. Auf der kleinen Nachbarinsel Cocos Island lebten nun gezüchtete und ausgewilderte Paare, hieß es. Die Art gilt deshalb nicht mehr als „in der Natur ausgestorben“, sondern als „vom Aussterben bedroht“. Von dem einst vom Aussterben bedrohten Mauritiussittich (Psittacula eques) gebe es inzwischen wieder etwa 750 Paare, er gelte nur noch als „gefährdet“.