Berlin - Ein paar nächtliche Kilometer auf leisen Pfoten. Ein heimliches Bad in der Oder. Und schon hat die Bundesrepublik einen eleganten Bewohner mit Pinselohren mehr. Auch Deutschland profitiert von einem großen EU-Projekt, das den Luchs in den Westen Polens zurückbringen soll. Erst kürzlich ist ein mit einem Sendehalsband ausgerüstetes Tier von dort nach Brandenburg ausgewandert, ein weiteres tappte Ende 2020 in eine Fotofalle im Thüringer Schiefergebirge. Und auch in anderen Regionen verzeichnen Wissenschaftler Zuwanderer im gefleckten Fell. So tauchen in Baden-Württemberg immer wieder einzelne Männchen aus der Schweiz auf.

Kann der Luchs bei seiner Rückkehr nach Deutschland also eine ähnliche Erfolgsgeschichte schreiben, wie es der Wolf schon vorgemacht hat? Experten sind durchaus optimistisch, dass auch die großen Katzen hierzulande wieder eine Zukunft haben. Bis sie wieder in größeren Teilen des Landes Fuß gefasst haben, wird es allerdings deutlich länger dauern. Denn Wölfe sind einfach die besseren Kolonialisten.

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