Der Bremer Skorpion im Polizeigewahrsam.
Foto: Polizei Bremen

Starke Nerven: Ein Skorpion hat am Wochenende die Küche eines 53-jährigen Bremers unsicher gemacht. Wie die Polizei in der Hansestadt am Montag mitteilte, entdeckte der Mann das exotische Spinnentier mit den Scherenhänden auf dem Boden. Geistesgegenwärtig fing er den Skorpion mit einem Glas ein, brachte seine blinde Katze in Sicherheit und alarmierte die Polizei. Wie der Skorpion in die Küche gekommen war, blieb unklar. Der Wohnungsbesitzer gab seine Vermutung zu Protokoll, das Tierchen habe sich in dem Obst versteckt, das er gekauft hatte.

Die Polizei durchsuchte vorsorglich die Wohnung, fand aber keine weiteren ungebetenen Gäste. Der Skorpion wurde daraufhin in einer mit Lüftungsschlitzen versehenen Box zur Wache gebracht und später in die Obhut eines Experten gegeben. Ob der achtbeinige Krabbler eventuell giftig war und von ihm eine Gefahr ausging, teilte die Polizei nicht mit. Das nicht sehr deutliche Polizeifoto könnte einen Alpenskorpion (Euscorpius germanus) zeigen – diese Tiere werden nicht größer als drei Zentimeter, ihr Verbreitungsgebiet ist auf die östlichen Alpen beschränkt.

Euscorpius ist die einzige weitgehend auf Europa beschränkte Gattung der Skorpione. Alle Arten dieser Gattung sind für den Menschen weitgehend harmlos. Aber, wohlgemerkt, das ist nur eine Vermutung – das Bild lässt keine genaue Bestimmung zu.