Schwerin - Die Corona-Zeiten sind hart, von der Pandemie sind auch die Zoos betroffen. Aus Schwerin erreicht uns allerdings die frohe und einigermaßen verwunderliche Kunde, dass im Zoologischen Garten der Landeshauptstadt trotz der coronabedingten Einschränkungen mehr Besucher als im Vorjahr gezählt wurden. Das teilt die Einrichtung mit ihren etwa 2400 Tieren mit. Die Zahlen entsprächen dem kontinuierlichen Zuwachs der vergangenen Jahre, heißt es weiter. Die Defizite aus dem weggefallen Saisonstart im Frühjahr konnten demnach im Jahresverlauf kompensiert werden. Konkrete Zahlen nannte der Zoo zunächst nicht. 2019 waren es 140.235 Besucher.

Mehr Jahreskarten verkauft

Im Gegensatz zu anderen Freizeiteinrichtungen wie Theater, Fitnessstudios und Museen können Zoos und Tierparks in Mecklenburg-Vorpommern im Corona-Teil-Lockdown bislang weiterhin öffnen, zumindest ihre gut durchlüfteten Außenbereiche. Führungen und öffentliche Tierfütterungen dürfen allerdings nicht angeboten werden, hieß es weiter vom Schweriner Zoo. Zudem seien Nebengeschäfte wie etwa durch die Gastronomie stark eingeschränkt. Insgesamt haben sich die Bedingungen also verschlechtert.  Doch irgendetwas macht man in Schwerin offenbar richtig. Mehr Eintrittsgelder bedeutet auch eine gute Versorgung der Tiere.

Der Zoo in Rostock zum Beispiel geht von weniger Besuchern in diesem Jahr aus. „Wir rechnen insgesamt für 2020 mit einem deutlichen Besucherrückgang. Das ist natürlich maßgeblich auch auf zeitweise fehlende Touristen und Tagesgäste zurückzuführen“, sagte Zoo-Direktor Udo Nagel. Einen Zuwachs habe es hingegen bei den Jahreskarten gegeben.