Die gute Nachricht für Sportler: Willenskraft kann man trainieren. Die schlechte: Der innere Schweinehund lässt sich ungefähr so schwierig an der Leine halten wie ein Dackel zur Jagdsaison. Aber kein Grund zum Verzweifeln – mit guten Ratschlägen aus der Motivationsforschung lassen sich Bibliothekssäle füllen. Wir haben die Ratgeberliteratur gesichtet. Und zehn Tipps für den Alltag destilliert.

1. Sie können das!

Früher dachte man: Irgendwann jenseits der 40 fällt es uns schwer, neue Gewohnheiten in den Alltag zu integrieren. Wer bis zu dahin nicht sportlich war, der wird es auch nicht mehr – oder nur unter großen Mühen. Kürzlich haben Psychologen im Experiment allerdings das Gegenteil bestätigt. Menschen in mittlerem oder höherem Alter können ihrem Leben ebenso gut eine neue Richtung gebenwie junge – sofern sie glauben, dass sie das aus eigener Kraft schaffen. „Menschen, die sich Veränderungen selbst zuschreiben, tun sich leichter damit“, erklärt Ursula M. Staudinger, Psychologin der Columbia University in New York, die in einer Studie diese sogenannte Positive Plastizität untersuchte.

Kontrollüberzeugung nennen Forscher das Gefühl, das uns antreibt, indem es uns davor bewahrt, uns einem Projekt ausgeliefert zu fühlen.Versuchen Sie also, auf Durchzug zu stellen, wenn andere Ihnen einflüstern wollen, Sie könnten ja eh nichts ändern. Das Gegenteil ist der Fall.

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