Ja, auch ein Emu kann Hausverbot bekommen. 
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Berlin/Yaraka„Kommt ein Emu in 'ne Bar“ ... So oder so ähnlich fangen Witze an, oder aber wahre Geschichten aus der wunderbaren Welt der Tiere. Diese Geschichte spielt in  Australien, in einem Hotel in einer winzigen Gemeinde rund 1000 Kilometer nordwestlich von Brisbane. Der Ort ist ein beliebter Zwischenstopp für Reisende, die ins riesige australische Outback unterwegs sind – und die Emus sehen wollen.

Die flugunfähigen Laufvögel, die über 40 Kilo schwer werden können, werden in der Gegend gezüchtet und gelten als Touristenattraktion. Scheinbar fühlen sie sich so wohl und dem Menschen so nah, dass sie auch das örtliche Pub des Yaraka Hotels besuchen möchten. Sie hätten gelernt, die Treppen zum Restaurant im Südwesten Queenslands hochzusteigen und sich dort hemmungslos und natürlich ungefragt von den Tellern der Gäste zu bedienen, sagte Hotelbesitzer Chris Gimblett dem Sender ABC. Das Schlimmste aber sei, dass Emus nicht stubenrein seien: „Das ist das größte Problem, denn sie entleeren sich sehr häufig. Wir wollten einfach nicht, dass sie Stammgäste des Hotels werden.“

Wegen unmanierlichen Betragens haben die nur in Down Under beheimateten Vögel nun also Hausverbot bekommen.  Gimblett sicherte den Eingang zu seinem Pub mit einer stabilen Kordel – die menschlichen Gäste sollen diese Emu-Barriere hinter sich wieder verschließen, wie auf einem Schild zu lesen ist. Dort steht auch: „Emus ist der Zutritt wegen schlechten Benehmens verboten.“