Berlin - Die Infektionszahlen steigen, die Sorge vor einer zweiten Welle ebenfalls. Wie sieht die aktuelle Lage in den Krankenhäusern Berlins aus? Eine Assistenzärztin aus der internistischen Intensivmedizin am Vivantes Klinikum  Am Urban hatte am Wochenende für Aufsehen gesorgt, weil sie getwittert hatte: Sie habe ihren gesamten Dienst damit verbracht, Covid-Kranke in geeignete Level-2-Krankenhäuser zu verlegen. Doch was heißt das? Wo werden Covid-19-Patienten in Berlin behandelt? Und wie werden sie verteilt?

Zunächst einmal gilt nach wie vor: Covid-Patienten werden in allen Krankenhäusern behandelt. Verschlechtert sich der Zustand der Erkrankten, sodass eine Verlegung auf die Intensivstation notwendig wird, werden diese nach einem bestimmten Schema in andere Krankenhäuser verlegt. Unterschieden wird aber nach der Schwere der Erkrankung. Bereits im März, zu Beginn der Pandemie, hat die Charité Berlin ein Notfallkonzept für Covid-19-Fälle entworfen, die eine intensivmedizinische Betreuung benötigen. Dieses wurde von der Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung bestätigt und gilt seitdem für die Hauptstadt. Federführend ist die Klinik für Anästhesiologie mit Schwerpunkt operative Intensivmedizin der Charité in Mitte. Von dort aus wird die Belegung der Intensivbetten in Berlin gesteuert, und intensivpflichtige Patienten in anderen Krankenhäusern werden telemedizinisch mitbetreut.

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