Berlin/Puebla - Spektakuläre Rettungsaktion für Spay und Spike: In Mexiko haben Einsatzkräfte in einer groß angelegten Aktion zwei Hunde aus einem riesigen Erdloch geborgen. Die Vierbeiner hatten die Sicherheitsabsperrung rund um das Erdloch in einer ländlichen Gegend im Zentrum des Landes überwunden und waren hineingestürzt, wie Behörden vor Ort am Donnerstag (Ortszeit) mitteilten.

Eine Drohne hatte Bilder der Hunde aufgenommen, diese verbreiteten sich rasch in den sozialen Netzwerken. Tausende Menschen riefen zur Rettung von Spay und Spike auf. Mit Erfolg: Herbeigerufenen Feuerwehrleuten und Tierschützern gelang es, die Tiere nach ihrem Sturz zu retten. Derzeit überwachen Veterinäre die vollständige Genesung von Spay und Spike und führen medizinische Untersuchungen durch.

Zunächst hatten die Rettungskräfte Käfige mit Seilen herabgelassen, in der Hoffnung, sie als Aufzug für die Tiere verwenden zu können. Doch starker Wind und heftige Regenfälle machten diesen Versuchen immer wieder einen Strich durch die Rechnung. Schließlich stieg einer der Retter mithilfe von Seilen selbst in das Loch hinab und befreite die Hunde.

Krater in Santa María Zacatepec hat Durchmesser von über 100 Metern

Das Erdloch hatte sich vor zwei Wochen plötzlich inmitten eines Feldes in der Gemeinde Santa María Zacatepec etwa 110 Kilometer von Mexiko-Stadt aufgetan und schnell ausgeweitet. Der Krater ist an der tiefsten Stelle Dutzende Meter tief und hat einen Durchmesser von mehr als 100 Metern.

dpa/Karlos Pinpunk
In Santa María Zacatepec hat sich auf einem Feld ein großer, mit Wasser gefüllter Krater gebildet.

Woher der Krater kommt, ist noch ungeklärt. Das mit Wasser gefüllte Loch vergrößere sich weiter, heißt es vom lokalen Zivilschutz. Das einzige Haus in der Nähe, das direkt am Kraterrand in der Ortschaft im zentralen Bundesstaat Puebla steht, sei gefährdet. Die Ursache werde nun untersucht. Die Hausbesitzerin hatte zunächst ein lautes Geräusch gehört und ein Erdloch mit fünf Metern Durchmesser entdeckt, das sich inzwischen beträchtlich vergrößert hat. Zuletzt wurde die Hauptachse mit 126 Metern Länge bemessen.

In der Nähe des Ortes liegt der Vulkan Popocatépetl. Deshalb befinden sich im Boden Ablagerungen von Asche und feinen Vulkanfragmenten – der Untergrund in der Ortschaft ist also leicht erodierbar. Der Zivilschutz glaubt, unterirdische Wasserströme könnten das Loch verursacht haben. Studien sollen zur genauen Ursache in etwa drei Wochen schlüssige Ergebnisse liefern.