Grafik: BLZ/Galanty, Quellen: Statistisches Bundesamt, RKI

BerlinNach vorläufigen Ergebnissen einer Sonderauswertung des Statistischen Bundesamtes liegen die täglichen Sterbefallraten seit dem 30. März 2020 dauerhaft über dem Durchschnitt der vergangenen Jahre von 2016 bis 2019. An diesem Tag meldete das Robert-Koch-Institut (RKI) 66 an Covid-19 verstorbene Menschen. Das Statistische Bundesamt meldet für diesen Tag insgesamt 2860 verstorbene Menschen. Der Corona-Anteil ist bis dahin also immer noch sehr klein.

Trotzdem sei diese Entwicklung auffällig, weil die Sterbefallzahlen in dieser Jahreszeit aufgrund der ausklingenden Grippewelle üblicherweise von Woche zu Woche abnehmen würden, teilte das Statistische Bundesamt weiter mit. Dies deute auf eine Übersterblichkeit im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie hin.

Basis der jüngeren Daten aus dieser Sonderauswertung ist eine vorläufige Auszählung von Sterbefallmeldungen der Standesämter. Derzeit liegen Daten bis zum 12. April vor. Die täglich aktualisierten Daten des RKI reichen schon bis zum 7. Mai. Die ersten beiden Corona-Todesfälle gab es demnach in Deutschland am 9. März. Der Tag mit den bisher meisten Todesfällen war der 16. April mit 315 Toten. Bis zum 7. Mai sind in Deutschland insgesamt 7119 Menschen an Covid-19 gestorben. Das Statistische Bundesamt will seine Sonderauswertung zu den Sterbefallzahlen wöchentlich aktualisieren.

Anmerkung: Der Text und die Grafik wurde am 8.5.2020 aufgrund neuer Zahlen des Statistischen Bundesamtes und des Robert-Koch-Instituts aktualisiert.