Berlin - Machen wir keinen Hehl daraus: Dies ist ein sehr persönlicher Kommentar. Mein Vater liegt seit Wochen in diversen Krankenhäusern von Vivantes. Er hatte einen zweiten Schlaganfall, zudem wurde vergangene Woche Krebs diagnostiziert – der bereits in die Knochen gestreut hat. Mein Vater, der im Juli noch vergleichsweise topfit und bester Dinge war, sich bis Februar selbst versorgt hat, ist nun ein schwieriger Pflegefall und psychisch am Ende. Er leidet wie ein Tier. Ich besuche ihn jeden Tag und kenne deshalb diverse Kliniken der Stadt. 

Auf Krankenhausstationen einer anderen deutschen Großstadt, die sogar international den Ruf hat, eine prima Wahl für Klinikaufenthalte zu sein, kenne ich mich noch besser aus: Zehn Jahre lang habe ich meine Mutter nach einem schweren Schlaganfall in München gepflegt. Auch sie war ein Pflegefall höchsten Grades, komplett angewiesen auf die Hilfe anderer. Als Angehörige, gesetzliche Betreuerin und Versorgende, zwischendurch auch Patientin, durfte ich deshalb ein ganzes Jahrzehnt lang tiefe Einblicke in die Untiefen des deutschen Gesundheitswesens genießen. Seit ich 29 Jahre alt bin, das ist fast 15 Jahre her, bin ich also regelmäßig in deutschen Kliniken zu Gast.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.