„Es ist fünf vor zwölf, nicht fünf nach“: Sven Plöger.
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Vor zwei Jahren stand ich mit Sven Plöger an einem Strand in Tuvalu, einem sehr kleinen Inselstaat im Südpazifik. Weißer Sand, türkisfarbenes Wasser, Palmen. Es war die perfekte Südsee-Idylle. Zumindest oberflächlich. Denn das Paradies ist bedroht. Die neun Korallen-Atolle erheben sich nur zwei Meter über den Meeresspiegel, und nirgendwo auf der Welt steigt der so schnell wie hier.

Für Sven Plöger war der Südseetrip keine Urlaubsreise. Er war gekommen, um sich ein Bild von den dramatischen Auswirkungen des Klimawandels zu machen. Plöger ist Botschafter von „Brot für die Welt“. Ich begleitete Plöger dabei, wie er Menschen besuchte, deren Häuser regelmäßig vom Meer überflutet werden; wir sprachen mit Verzweifelten, die ihre Heimat verlassen wollten, mit Tuvalus Premierminister und dem Chef-Meteorologen des winzigen Staates.

Zwei Jahre später erreiche ich Deutschlands bekanntesten Meteorologen per Skype. Plöger sitzt in seinem Arbeitszimmer in Ulm. Während des Corona-Lockdowns hat er hier in langen Nachtschichten ein Buch über den Klimawandel zu Ende geschrieben. Mittlerweile steht „Zieht Euch warm an, es wird heiß!“ auf Platz 1 der Spiegel-Bestsellerliste für Paperback-Sachbücher.

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Zur Person

Sven Plöger wurde 1967 in Bonn geboren. Nach dem Meteorologie-Studium in Köln moderierte er 1999 das erste Mal „Das Wetter im Ersten“ in der ARD. Elf Jahre später wurde er als „Bester Wettermoderator Deutschlands“ ausgezeichnet. Dass er sich gut mit Wind und Wolken auskennt, ist für ihn auch eine Lebensversicherung, denn Plöger ist passionierter Gleitschirmflieger. Ehrenamtlich engagiert er sich für die Hilfsorganisationen Brot für die Welt, World Vision und das Kinderhospiz Bethel. Plöger ist seit 1998 verheiratet und lebt in Ulm. Gerade ist sein neues Buch „Zieht Euch warm an, es wird heiß!“ (Westend, 19,95 Euro) erschienen.

Braucht es wirklich ein weiteres Buch über den Klimawandel? Hat dazu nicht schon fast jeder fast alles gesagt und aufgeschrieben?

Dazu ist schon viel geschrieben worden, ja. Aber mir ging es darum, all die Nachrichten, die dazu täglich auf uns einprasseln, einzuordnen und so Orientierung zu geben. Außerdem ist es mir eine Herzensangelegenheit, aufzuzeigen, dass die Situation zwar dramatisch ist, es aber auch noch nicht zu spät ist, das Schlimmste zu verhindern. Es ist fünf vor zwölf, nicht fünf nach zwölf. Deshalb erkläre ich im Buch auch, warum es klare politische Regeln braucht und was jeder Einzelne tun kann, um ein völliges Kippen unseres Klimasystems noch abzuwenden. Zudem gebe ich dem Leser gute Argumente für die Diskussion mit Klimawandelskeptikern an die Hand.

Glauben Sie denn, mit Ihrem Buch einen einzigen Klimawandelleugner überzeugen zu können?

Die allermeisten Menschen sind zum Glück keine Klimawandelleugner. Nichtsdestotrotz fehlen ihnen manchmal Wissen und Argumente. Beides finden Sie im Buch. Aber eingefleischte Klimawandelleugner werde ich wohl nicht überzeugen können. Ich habe mich mehr als zehn Jahre lang darum bemüht, eine Basis für einen sachlichen Austausch zu finden, wollte verstehen, was sie antreibt. Dann musste ich einsehen, dass dies vergebene Liebesmüh ist, da Fakten offenbar gar keine Rolle spielen und am Ende fast immer persönliche Beleidigungen standen. So etwas ewig fortzuführen, ist ermüdend und sinnlos. Ob die Agenda hinter dieser Leugnung der für uns alle längst sichtbaren Klimaveränderungen monetäre Ziele durch die Ausbeutung unserer Natur sind oder es sich einfach nur um die Suche nach einem Narrativ handelt, um ein eigenes klimaschädliches Verhalten vor sich selbst und vor anderen  zu rechtfertigen, weiß ich nicht. Auf jeden Fall fällt das Leugnen denjenigen besonders leicht, die über wenig physikalische Kenntnisse verfügen, denn dann tritt die Fantasie auf den Plan. Ich nehme heute zur Kenntnis, dass es solche Kurzdenker gibt, aber sie sind nur eine – leider laute – Minderheit. Wir sollten als Gesellschaft verhindern, dass diese wenigen Rückwärtsgewandten die Diskussion über ein so wichtiges Thema bestimmen.

Deutschland hat wieder einen extrem trockenen Frühling erlebt, im vergangenen Jahr brannten nicht nur in Australien und Brasilien die Wälder. Dann kam Corona. Interessiert sich heute überhaupt noch irgendjemand für den Klimawandel?

Oh ja, die Leute interessieren sich mehr denn je dafür! Das sehe ich unter anderem an den vielen E-Mails, die mich dazu jeden Tag erreichen. Das wachsende Interesse liegt daran, dass der Klimawandel vor allem seit dem Rekordsommer 2018 mit Hitze, Dürre, Waldbränden und Ernteausfällen auch bei uns konkret spürbar geworden ist. Natürlich wurde zuletzt jedes Thema durch Corona überlagert, denn die Pandemie betrifft jeden. Aber das tut der Klimawandel auch! Zum Glück sind die allermeisten Menschen in der Lage zu verstehen, dass es zeitgleich mehrere Krisen gibt, die unser Handeln erfordern. Wir dürfen nicht den Fehler machen, uns nur vor einer fünf Meter hohen Tsunami-Welle – der Corona-Krise – in Sicherheit zu bringen und dabei die 500 Meter hohe Welle – den Klimawandel – zu übersehen, die sich bereits am Horizont auftürmt.

Um beim Tsunami-Vergleich zu bleiben: Sowohl der Klimawandel als auch das Corona-Virus könnten Millionen Menschenleben kosten. Trotzdem reagieren Gesellschaft und Politik ganz unterschiedlich auf die Probleme. Warum?

Es liegt wohl vor allem daran, dass wir die Bedrohung durch Corona als sehr konkret wahrnehmen. Meine Familie, meine Freunde oder ich selbst könnten erkranken oder sogar sterben. Die Gefahr durch den Klimawandel ist auch real, aber wir nehmen sie nicht so wahr. Noch haben wir eher das Gefühl, das vielleicht irgendwann, irgendwem, irgendwo irgendetwas passieren wird. Schließlich werden wir die meiste Zeit nicht von einem klimawandelbedingten Unwetter heimgesucht, auch wenn das bereits immer öfter passiert.

Ist das der einzige Unterschied?

Nein, es liegt auch an der Zeitspanne. Die Corona-Krise ist wie ein Asteroiden-Einschlag in Zeitlupe. Wir haben ein paar Wochen, um uns vorzubereiten, um das Schlimmste zu verhindern. Das ist eine Zeitspanne, die unserem Planen und Handeln sehr entgegenkommt. In Deutschland haben wir diese Zeit sehr gut genutzt. Der Klimawandel hingegen ist wie ein Asteroiden-Einschlag in Superzeitlupe. Die Auswirkungen unseres Handelns oder Unterlassens werden erst in einigen Jahrzehnten vollständig spür- und sichtbar. Viele von uns und unsere Kinder und Enkel werden das noch erleben. Trotzdem ist diese relativ lange Zeitspanne abstrakt, es scheint uns alles noch sehr weit weg zu sein. Leider neigt der Mensch dazu, Dinge zu verdrängen und aufzuschieben. Dabei wäre es so wichtig, jetzt zu handeln. Wenn wir die Auswirkungen des Klimawandels jeden Tag spüren, wird es zu spät sein.

In der Corona-Krise hat die Politik sehr schnell, sehr weitgreifende Maßnahmen ergriffen, die die persönliche Freiheit der Menschen sehr stark eingeschränkt haben. Die meisten Menschen fanden diese Maßnahmen richtig und haben sie mitgetragen. Ginge das nicht auch beim Klimawandel?

Dafür sind die Auswirkungen des Klimawandels einfach noch nicht dramatisch genug. Wenn wir in einer apokalyptischen und dystopischen Zeit leben würden, in der wir jedes Jahr eine verheerende Dürre hätten, wäre die Bereitschaft, darauf mit drastischen Maßnahmen zu reagieren, sicher größer. Aber genau das gilt es natürlich zu verhindern.

Politiker, die während der Corona-Krise versagen, werden möglicherweise nicht wiedergewählt, weil die Folgen ihres Tuns sich schnell an Todesraten ablesen lassen. Die Folgen der Klimapolitik zeigen sich erst später.

Und das ist ein Problem. Besonders gut lässt sich das derzeit in den USA betrachten. Trump hat zunächst so getan, als beträfe das Corona-Virus die USA nicht. Die fatalen Folgen sind bekannt. Beim Klimawandel macht er genau dasselbe und tut auch hier so, als gäbe es das alles nicht, und auch das wird fatale Folgen haben. Gleichzeitig weiß er übrigens ganz genau, dass sich das Klima verändert. Sonst würde er nicht seinen Golfplatz in Irland für viel Geld gegen den Anstieg des Meeresspiegels sichern. In seiner Welt dreht sich offenkundig alles nur um ihn selbst. Das Wohl seiner eigenen Kinder, seiner Enkel und nachfolgender Generationen ist da erkennbar weniger bedeutend. Der Klimawandel passt einfach nicht in sein Konzept der ständigen Deals. Trump ist heute 74 Jahre alt, und wenn die USA bald mit voller Wucht getroffen werden, ist er uralt oder lebt nicht mehr. So entzieht er sich schlicht seiner Verantwortung. Man sieht es jeden Tag: Populisten mit vermeintlich einfachen Antworten auf komplizierte Fragen lösen keine Probleme, sie schaffen nur welche.

In der Corona-Krise hat die Politik auf die Wissenschaft gehört. Virologen wie Professor Christian Drosten sind zu verehrten und zugleich verhassten Stars aufgestiegen. Könnten Klimaforscher die neuen Virologen werden?

Klimaforscher wie Professor Hans Joachim Schellnhuber, der lange das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung leitete, oder Professor Mojib Latif sind auch außerhalb der wissenschaftlichen Community bekannt, auch wenn sie aktuell natürlich nicht so populär wie Professor Drosten sind. Doch sie teilen sein Schicksal. Wenn sie aufgrund wissenschaftlich fundierter Erkenntnisse empfehlen, dass wir unser Verhalten ändern, um eine Katastrophe zu verhindern, werden auch sie von bestimmten Gruppen diskreditiert, beschimpft, beleidigt oder sogar bedroht.

Auch Greta Thunberg, die Gründerin der „Fridays for Future“-Bewegung, hat im Internet schon so manchen Shitstorm aushalten müssen. Vor allem, seit sie in Hinblick auf die Erderwärmung gesagt hat: „I want you to panic!“ Ist Panik in Sachen Klimawandel ein guter Ratgeber?

Prinzipiell glaube ich, dass Panik kein guter Ratgeber ist. Sie führt nur selten dazu, dass man das Richtige tut. Nichtsdestotrotz: Ich bin ein großer Greta-Fan. Vor 13 Jahren kam mein erstes Buch über den Klimawandel raus. Darin habe ich geschrieben, dass die Klimaschutzbewegung eine Ikone braucht. Greta ist diese Ikone. Indem sie sich an einem Freitag im Sommer 2018 alleine mit einem Pappschild in Schweden vor das Parlament gesetzt hat, ist es ihr gelungen, weltweit Millionen junger Menschen, aber auch ältere Generationen und Politiker für den Klimaschutz zu begeistern und zu mobilisieren. Natürlich geht es Greta nicht vorrangig darum, dass die Welt in Panik verfällt. Sie will lediglich, dass Gesellschaft und Politik sich des Ernsts der Lage bewusst werden, auf die Wissenschaft hören und jetzt die Maßnahmen ergreifen, die gebraucht werden, um das Klima zu schützen.

Also machen Greta und ihre jungen Mitstreiter alles richtig?

So beeindruckend ich finde, was Greta und die „Fridays for Future“-Bewegung erreicht haben – sie müssen sich jetzt auch überlegen, wie es weitergehen soll. Nur auf die Straße zu gehen und zu fordern, dass die Politik ihre Forderungen zum Klimaschutz umsetzt, reicht auf Dauer nicht. Viele der „Fridays for Future“-Jugendlichen sind mittlerweile alt genug, um selbst Verantwortung zu übernehmen. Ich fände es gut, wenn möglichst viele von ihnen sich in der Kommunalpolitik für mehr Klimaschutz engagieren würden. Das ist vielleicht weniger spannend und  mühsamer, als freitags demonstrieren zu gehen, aber ich denke, langfristig lässt sich in einer Demokratie so mehr gestalten. Aus demselben Grund haben auch die Grünen vor 40 Jahren den Marsch durch die Institutionen angetreten.

Die für November geplante 26. Weltklimakonferenz wurde wegen der Corona-Pandemie um ein Jahr verschoben. Ist das schlecht fürs Klima? Oder braucht die Welt diese Mammutkonferenzen nicht mehr?

Wir brauchen bei den Weltklimakonferenzen eine neue Systematik. Bislang kommt nur das ins Abschlusskommuniqué, auf das sich die mehr als 190 Staaten, die die Klimarahmenkonvention unterschrieben haben, einstimmig einigen können. Einstimmigkeit von mehr als 190 Ländern! Das führt  ganz automatisch zum allerkleinsten gemeinsamen Nenner. Die Bremser bestimmen deshalb jahrein, jahraus diesen ganzen Prozess. Besser wäre es, wenn die Länder, die in Sachen Klimaschutz mehr wollen, vorangehen. Als sechstgrößter Emittent von Treibhausgasen auf dieser Welt muss Deutschland zu dieser Gruppe zählen. Diese Vorreiter können die anderen Staaten dazu ermutigen, nachzuziehen.

Sehen Sie in der Corona-Krise die Chance, dass es zu einer klimafreundlicheren Ausrichtung der Wirtschaft kommt? Oder befürchten Sie, dass Wirtschaftsförderung jetzt auf Kosten des Klimaschutzes geschieht?

Während der coronabedingten Entschleunigung haben sich viele Menschen – darunter auch führende Politiker – damit beschäftigt, ob wir tatsächlich mit unserem Schneller-höher-weiter-Hyperkonsum fortfahren wollen. Viele fragen sich: Wo wollen wir damit hin? Natürlich haben die Einschränkungen für viele zu großen wirtschaftlichen Problemen geführt, und es wichtig, dass die Wirtschaft wieder in Schwung kommt. Aber ich habe die Hoffnung, dass die Krise auch im positiven Sinn eine Zäsur sein kann. Ich hoffe, dass Umwelt- und Klimaschutzinteressen im Rahmen des neuen Green Deals, den EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen vorgestellt hat, eine wichtige Rolle spielen werden. Ich finde es ein gutes Signal, dass dem reflexartigen Ruf der deutschen Autoindustrie nach Abwrackprämien für Verbrenner nicht nachgegeben wurde. Das liegt sicher auch daran, dass eine immer umweltbewusstere Bevölkerung das nur schwer hätte nachvollziehen können. Viele Politiker haben begriffen, dass sich mit umweltfreundlicher Politik Stimmen gewinnen lassen.

Brauchen wir mehr Regeln, Vorschriften und Verbote, um den Klimawandel zu verlangsamen?

Ja! Ohne wird es nicht funktionieren. Die Erfahrung zeigt: Freiwillig werden die meisten Menschen ihr Verhalten nicht ändern. Die Gier, die zur Ausbeutung der Natur und somit zum Klimawandel führt, wird nicht einfach so überwunden werden. Das liegt auch daran, dass es für das globale Klima keinen Unterschied macht, wenn Einzelne sich vorbildlich verhalten, andere jedoch nichts für den Klimaschutz tun. Wenn hingegen verbindliche Regeln alle Menschen zum Klimaschutz verpflichten, können wir viel erreichen. Wichtig ist natürlich, dass diese Regeln in einem demokratisch legitimierten Prozess beschlossen und umgesetzt werden.

Egal, wie sie beschlossen werden – Verbote sind nie populär.

Das ist mir klar. Es wird immer Menschen geben, die Verbote als Eingriff in ihre Freiheit sehen. Ich bin selbst ein großer Freund der Freiheit. Ich will sie keinesfalls unnötig einschränken. Aber wir müssen auch bedenken: Die Freiheit des einen bedeutet oft die Unfreiheit des anderen. Wenn wir den Klimawandel durch unser Verhalten beschleunigen, leiden darunter nicht nur Pflanzen und Tiere, sondern auch Menschen. Zunächst sind dies vor allem Menschen in Entwicklungsländern, die mit ihren geringen Emissionen zwar kaum etwas zum Klimawandel beitragen, jedoch besonders stark unter ihm leiden. Beim Klimawandel ist der Mensch Täter und Opfer zugleich. Auch daraus erwächst die Verantwortung zum Handeln.

Wollen Sie, dass in Deutschland Inlandsflüge verboten werden?

Nein, aber Inlandsflüge müssen teurer werden, damit die viel klimafreundlichere Bahn nicht ins Hintertreffen gerät. Es stimmt doch etwas nicht, wenn man aus der Innenstadt in München 70 Euro für das Taxi zum Flughafen zahlt, dann aber für 29 Euro nach Hamburg fliegt! Auch Auslandsflüge müssen teilweise teurer werden. Aber es ist wichtig, dass es dabei sozial gerecht zugeht. Es darf nicht sein, dass sich nur noch reiche Leute, die aufgrund ihres Lebensstils in der Regel ohnehin höhere Emissionen haben, Reisen leisten können und alle anderen zu Hause bleiben müssen.

Anfang des Jahres wurde das Lied „Meine Oma ist 'ne alte Umweltsau“ des WDR-Kinderchors als Ausdruck eines Generationskonfliktes im Kampf gegen den Klimawandel kontrovers diskutiert. Dann kam Corona, und viele junge Menschen haben sich – wenn auch unter Zwang – stark eingeschränkt, um die Leben älterer Menschen zu schützen.

Das stimmt, und ich würde mich sehr freuen, wenn es zu einem von Professor Schellnhuber vorgeschlagenen Corona-Klima-Generationen-Vertrag käme. Die jungen Menschen schränken sich ein, um die Risikogruppe der Älteren vor dem Virus zu schützen, und die Älteren engagieren sich stärker für den Klimaschutz, wovon besonders die jüngeren Generationen profitieren würden. Der „Umweltsau-Song“ ist in diesem Zusammenhang für ein konstruktives Miteinander der Generationen nicht gerade förderlich. Natürlich gibt es die zu schützende künstlerische Freiheit, aber ich glaube, es bringt nichts, wenn Kinder jetzt mit dem Finger auf ihre Oma zeigen. Das gießt nur unnötig Öl ins Feuer, und für so was ist keine Zeit, wir haben Wichtigeres zu tun.