Das einsame Planschen ist bald vorbei: ein Europäischer Braunbär im Bear Wood.
Foto: PA Wire/dpa/Ben Birchall

Bristol/BerlinGroßbritannien ist eines der am schlimmsten von der Corona-Pandemie betroffenen Länder der Welt. Mehr als 40.000 Menschen starben dort bislang an den Folgen der Infektion. Dennoch werden auch dort die Ausgangsbeschränkungen teilweise gelockert, und auch Zoos und Safari-Parks dürfen nun wieder öffnen.

Handelt es sich nun aber um eine beliebte und besondere Einrichtung wie den Bear Wood des Wild Place Projects in der englischen Stadt Bristol, dann kann die angekündigte Öffnung schon mal zum Kollaps führen. Bear Wood ist die Heimat von Bären, Wölfen, Vielfraßen und Luchsen und erzählt die Geschichte des alten britischen Waldes von 8000 v. Chr. bis heute. Eine kursierende Nachricht von der Wiedereröffnung am Mittwoch brachte die Website des Zoos kurzerhand zum Erliegen. Nun wird am Freitag geöffnet, und immerhin das Online-Ticketsystem funktioniert wieder.

Die ersten Tage sind bereits ausgebucht, und das hat einen guten Grund: Seit vergangener Woche ist Bear Wood der erste Zoo des Landes, in dem Europäische Braunbären und Wölfe nebeneinander leben - so wie es vor langer Zeit auch in freier Wildbahn der Fall war. Langsam hat man die Tiere aneinander gewöhnt, und bis jetzt scheint das Experiment auch zu klappen.

Braunbären beim Baden. Ob noch ein Wolf dazukommt?

Video: Bristol Live

Die vier Bären und fünf Wölfe zeigen keine Aggression gegeneinander und leben recht zufrieden nebeneinander her. Was auch daran liegen mag, dass die Speisepläne der beiden Arten eher unterschiedlich sind und die Tiere nicht um Nahrung konkurrieren. 

Und wenn man sich doch mal auf den Senkel geht, gibt es für die Wölfe des Parks die Möglichkeit, sich auf dem 11.000 Quadratmeter großen Waldgelände in einen eigenen Bereich zurückzuziehen. Privatsphäre ist wichtig!