Happy Plansching im Zoo von Gelsenkirchen: Brillenpinguine in Aktion.
Foto: dpa/Roland Weihrauch

BerlinEin tolles Geschenk: Im Oktober vergangenen Jahres kamen zwölf junge Brillenpinguine aus dem britischen Bristol nach Gelsenkirchen. Wunderschöne Tiere, keine Frage, aber wohin mit ihnen? Im Zoo von Gelsenkirchen musste hurtig-spurtig angebaut werden. Und siehe da: Am Donnerstag wurde die neue Brillenpinguin-Anlage auch schon eröffnet. Sie sei naturnah gestaltet, erklärt der Zoo mit einigem Stolz. Was immer das für die Tiere heißt, die als einzige Pinguinart Afrikas ursprünglich an den Küsten Südafrikas, Namibias und Mosambiks leben.

Wie auch immer: Die von einem See abgezweigte Anlage ist knapp 700 Quadratmeter groß, davon entfallen 240 Quadratmeter auf das Wasserbecken. Es gibt sogar Unterwasserfenster. Damit macht der Zoo – es ist der zur Zoom Erlebniswelt Gelsenkirchen aufgepimpte ehemalige Ruhr-Zoo – seinem zeitgemäßen Event-Anspruch alle Ehre. Wobei wir etwas sauertöpfisch anmerken wollen, dass einem die Eventisierung sehr wohl nerven kann.

Aber gut. Zu bedenken ist auch, dass aufgrund von Überfischung und Vermüllung der Meere der Bestand der Brillenpinguine in der freien Natur abnimmt – sie gehören zu den gefährdeten Tierarten und finden im Zoo eine Heimstatt. Und ganz so schlecht ist es auch nicht, die Schwimmkünste und insbesondere die Wendigkeit der Pinguine durch die Unterwassereinsicht beobachten, ach was: bestaunen zu können. Die kleine Tierkastenredaktion plant schon ihren nächsten Betriebsausflug!