Zwei Buntböcke im Bontebok-Nationalpark in Südafrika. 
Foto: dpa/Gerardo Ceballo

BerlinDas Artensterben, wir weisen an dieser Stelle immer wieder darauf hin, ist auch für die menschliche Zivilisation eine existenzielle Bedrohung. Ökosysteme, von denen auch die Menschheit abhängt, verändern sich stark. Aktuell stehen mehr als 500 Arten von Landwirbeltieren am Rande des Aussterbens, berichten Forscher von der Nationalen Autonomen Universität Mexikos.

Unter den akut gefährdeten Spezies sind nicht nur das Sumatra-Nashorn, der Stummelfußfrosch und der Clariónzaunkönig, sondern auch der wunderschöne Buntbock (Damaliscus pygargus), auf den wir an dieser Stelle stellvertretend ein bisschen genauer eingehen wollen. 

Der Buntbock kommt außerhalb von Zoos nur noch in der Provinz Westkap in Südafrika vor. Man beachte nicht nur die rein äußerlichen Merkmale wie das glänzende Fell mit seiner kräftig dunkelbraunen Farbgebung und der kontrastierenden weißen Bauch- und Hinterseite nebst vornehmer Blesse. 

Auch das Territorialverhalten der männlichen Exemplare ist erwähnenswert. Das ganze Jahr über wird das Revier in ritualisierten Handlungen verteidigt. Ein erstaunlich komplexer Vorgang, bei dem sich aggressive und unterwürfige Handlungen abwechseln. Da werden Hinterteile beschnuppert, Köpfe geschüttelt, es wird markiert, uriniert, aufgewühlt und mit den Füßen gestampft, bis die Steppe bebt. Vieles davon ist einfach nur Show, echte Kämpfe mit Rivalen sind selten. Nichtsdestotrotz, diese afrikanische Antilope liefert dem Betrachter ein eindrückliches Spektakel. Wir sagen es ganz frei heraus: Darauf, dass dieses Tier ausstirbt, haben wir keinen Bock.