Ein Weißstorch kümmert sich in seinem Nest um den Nachwuchs.
Foto: dpa/Uwe Anspach

BerlinSeltener Einblick: Für gewöhnlich sehen wir Storchennester nur von unten, mit etwas Glück ragen die Köpfe der Vögel hervor. Unser Foto aber zeigt einen Weißstorch (Ciconia ciconia), auch unter dem Namen Klapperstorch bekannt, bei der Brutpflege. Die beschauliche Szene erreicht uns aus dem rheinland-pfälzischen Bornheim ... Keine Angst, es folgen jetzt keine Geschichten vom notorischen Baby-Lieferanten, sondern knallharte News: Das Landesamtes für Umwelt in Rheinland-Pfalz (LfU) hat nach dem jüngsten Kältetod zahlreicher Weißstorchküken bekannt gegeben, dass die Population der zur Ordnung der Schreivögel gehörenden Tiere in dem Bundesland nicht gefährdet sei.

„Im Vergleich zu kleinen Singvögeln sind Weißstörche sehr langlebig. Sie können deshalb einzelne Brutausfälle vergleichsweise gut verkraften“, meinte LfU-Präsidentin Sabine Riewenherm. Ja, besser noch, derzeit wachse die Population der Klapperschnäbel stark. Hintergrund dieser Entwarnung ist, dass an den „Eisheiligen“ im Mai zahlreiche Weißstorchküken infolge von Regen, Kälte und mangelnder Deckung durch Altstörche verendet waren. Der Tod der Jungvögel in Extremsituationen sei aber eine „natürliche Ursache“, mit der eine größere Population – wenn es nicht jährlich zu solchen Ausfällen kommt – normalerweise umgehen könne, betonte Riewenherm. Good News!