Ein lebendiger Affe klettert auf einem bronzenen Affen: eine Langschwanzmakake in Lop Buri.
Foto: AFP/Mladen Antonov

Hingucker: Unser Foto ist, was Agenturen gemeinhin als Top-Shot anpreisen, das heißt eine besonders gelungene, irgendwie pfiffige und deswegen bestaunenswerte Aufnahme. Neben dieser eher ästhetischen Qualität gibt es hier auch einen nachrichtlichen Wert, und der lautet so: Wir sehen eine auch Javaneraffe oder Krabbenesser genannte Langschwanzmakake (Macaca fascicularis) auf einer bronzenen Affenstatue vor dem buddhistischen Tempel Prang Sam Yot im thailändischen Lop Buri. Die religiöse Herkunft des Heiligtums ist nicht ganz geklärt. Wie auch viele der berühmten Tempel in der Region Angkor könnte Prang Sam Yot ursprünglich ein Hindu-Tempel gewesen sein, bei dem die drei Türme die Trias der Hindu-Götter Brahma, Vishnu und Shiva repräsentierten …

Okay, wir sind vom Thema abgekommen, unserer eigentlichen Nachricht. Also: der Tempel Prang Sam Yot steht in der Altstadt von Lop Buri – dieser Name bedeutet „Stadt des Lava“. Lava wiederum ist in der indischen Mythologie des Ramayana-Epos der Name eines der Zwillingssöhne von Rama und Sita … Oh nein, Schluss jetzt mit den Abschweifungen!

Jetzt aber, ein letzter Versuch: Weil die Affenpopulation in Lop Buri sich in den letzten drei Jahren auf 6000 verdoppelt hat, haben die Behörden damit begonnen, die Tiere zu sterilisieren. Dabei wird man einigermaßen behutsam vorgehen müssen, schließlich gehören die Javaneraffen – und nicht etwa die Tempelanlagen – zu den touristischen Hauptattraktion.