Wer seinen Garten gut vorbereitet, bringt ihn besser durch den heißen Sommer. 
Foto: imago images / Design Pics

Hobby-Gärtner können ihre begrünten Balkone und Gärten resistenter gegen Hitze und Trockenheit gestalten. Damit tragen sie gleichzeitig zu mehr Klimaschutz bei.

Damit der Boden bei Hitze nicht erodiert, empfiehlt die Verbraucherinitiative Mischpflanzungen, Gründüngung und das Mulchen offener Flächen. Zudem sei Komposterde und Humus gegenüber Torferde und Mineraldünger vorzuziehen, heißt es.

Auch der Pflanzzeitpunkt und die Vorbereitung sind wichtig. Ein hoher Humusgehalt im Boden verbessert das Wasserhaltevermögen, sodass die Erde deutlich mehr Wasser einspeichern kann. Winterharte Pflanzen sollten im Herbst gepflanzt werden, die anderen bereits im Frühjahr. So können sich die Wurzeln bereits vor der großen Trockenheit gut im Boden verankern.

Bei der Auswahl sollte man sich für heimische und hitzeresistente Pflanzen sowie regional erzeugtes Saat- und Pflanzengut entscheiden, erklärt die Deutsche Presse-Agentur. Im Garten sollte die Menge an Grün möglichst groß sein, um seine kühlende Funktion zu verstärken. Schattenspendende Bäume sind laut Verbraucherinitiative besonders wichtig, junge Bäume sollten dabei einen Schutzanstrich gegen Sonnenbrand bekommen.

„Wer auf trockenheitsverträgliche und sonnenliebende Pflanzen setzt, ist tendenziell auf der sicheren Seite. Dazu zählen vor allem typische Präriegarten- oder Steingartenpflanzen, darunter zahlreiche Stauden. Wahre Asketen sind zum Beispiel Purpursonnenhut, Eisenkraut, Steppenkerze, Bart-Iris, Salbei oder verschiedene Wolfsmilchgewächse. Grundsätzlich gilt: Weniger Wechselflor, dafür mehr Staudenbeete“, rät das Magazin „Mein schöner Garten“.

Die Pflanzen sollten am frühen Morgen per Tröpfchenbewässerung mit Regenwasser versorgt werden, ohne direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt zu sein. Zudem dürfen sie bis zu zweimal wöchentlich intensiv bewässert werden.

Zum Schutz vor Starkregen ist es sinnvoll, mit wasserdurchlässigem Rindenmulch Wege im Gartenboden zu gestalten. Dächer und Fassaden von Lauben und Schuppen können ebenfalls begrünt werden. Verzichten sollte man laut Verbraucherinitiative hingegen auf chemische Pflanzenschutzmittel - weil sie den Böden, dem Grundwasser und den Lebewesen schaden.