Ein vegetarischer Lebensstil gilt als Garant für einen gesunden und nachhaltigen Lebenswandel, richtig? Nicht unbedingt. Darüber berichtete das Verbrauchermagazin „Markt“ im NDR.

Keine Frage, fleischlos ist in. Doch was, wenn man zwar ethisch vom Vegetarismus überzeugt ist, aber trotzdem nicht komplett ohne Fleisch kann und möchte? Darauf haben sich auch zahlreiche Lebensmittelhersteller eingerichtet und bieten vegetarische Produkte an. 

Veggi-Produkte als Zuckerfalle

Das Ziel der Fleischersatzes:  wie das Original aussehen – und möglichst genauso schmecken. Meist bestehen vegetarische Salami, Leberwurst oder Schnitzel aus Soja, Tofu oder Seitan hergestellt. Um einen intensiveren Geschmack zu erzielen, komme viel Zucker, Fett und Salz bei der Herstellung zum Einsatz, so Markt.

Nach den Recherchen des NDR sollen beispielsweise in der getesteten Currywurst von Meica ganze 12 Gramm Zucker pro 100 Gramm Wurst enthalten sein. Eine Ernährungswissenschaftlerin sagte gegenüber „Markt“, dass in einer Wurst nicht mehr als fünf Gramm Zucker pro 100 Gramm enthalten sein sollte. 

Auch die vegetarische Salami der Marke Heirler zog die Aufmerksamkeit der „Markt“-Redaktion auf sich: So wurden in einer Stichprobe 3,3 Gramm Salz pro 100 Gramm Salami gefunden. Viel zu viel, so die Expertin: Wer über einen längeren Zeitraum große Mengen Salz zu sich nimmt, kann dadurch sein Schlaganfall- und Herzinfarktrisiko erhöhen“.  Zur Einordnung: Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt pro Tag eine Aufnahme von maximal sechs Gramm Salz.

In vegetarischen Leberwürsten von Heirler und Windau und in der veganen Fleischwurst von Edeka stecke außerdem Palmfett, so „Markt“. Das sei zwar günstig, enthalte aber sehr viele ungesunde gesättigte Fettsäuren, die nach Ansicht von Ernährungswissenschaftlerin Zyriax den Cholesterinspiegel erhöhen können. (spe)

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