Berlin - Für Angehörige ist nicht nur der Gedanke quälend, dass ihre Mutter, ihr Vater oder Partner auf der Intensivstation oder im Pflegeheimen einsam gestorben ist. Oft bleibt es Familien und Freunden von Corona-Toten auch verwehrt, sich vom Betroffenen zu verabschieden. Der Grund: Infizierte werden vom Robert-Koch-Institut auch nach ihrem Tod noch als ansteckend angesehen. Die Trauergefühle sind jedoch dieselben wie bei anderen Todesfällen, betont die Professorin für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie Anette Kersting. Allerdings könne der Trauerprozess möglicherweise schwerer bewältigt werden. Ein Gespräch über pathologisches Trauern, Videoanrufe auf Corona-Stationen und imaginäre Briefe an die Verstorbenen.

Frau Kersting, der Tod ist unsichtbar, bis man selbst damit konfrontiert wird. Das ist in gewisser Weise menschlich. Nun rücken Themen wie Abschiednehmen und einsames Sterben in der Corona-Krise mehr in die Mitte der Gesellschaft. Was definiert den Trauerschmerz?

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