Sportlich: Ein Siebenschläfer klettert in einem Signalschaltkasten der Bahn umher. 
Foto: dpa/Deutsche Bahn

Berlin/KarlsruheGibt es einen Engpass auf dem Wohnungsmarkt für Siebenschläfer? Zwingt die Gentrifizierung nun auch die possierlichen Nager in unmögliche Situationen? Solche Fragen müssen erlaubt sein angesichts der Bilder, die uns aus Baden-Württemberg erreichen: Eine Siebenschläferdame hatte sich an der Bahnstrecke Karlsruhe–Freiburg eine, sagen wir mal, ungewöhnliche Unterkunft gesucht. 

Das Nagetier nistete sich in einem Schaltkasten ein, wie die Bahn berichtete. Um die Kabel zu schützen, startete der Fachbeauftragte des Unternehmens für Vegetation und Naturschutz, Wolfgang Zimmermann, einen tierischen und durchaus liebevoll durchdachten Umzug. Er stellte einen nicht mehr benötigten Schaltkasten direkt hinter dem Siebenschläferquartier auf und verfrachtete das Nest in den neuen Unterschlupf.

Das Tier habe sein neues Zuhause sofort angenommen und dort inzwischen Nachwuchs zur Welt gebracht, berichtete Zimmermann. Siebenschläfer, deren Aussehen ein wenig an Eichhörnchen erinnert, stehen unter Artenschutz.