BerlinLandwirte in Europa sind alarmiert: In immer mehr Regionen müssen Geflügelbestände gekeult werden – die Vogelgrippe breitet sich immer weiter aus. Auch Deutschland ist betroffen, vor wenigen Tagen erst wurde etwa im bayerischen Landkreis Landsberg ein toter Schwan gefunden. Jedes Jahr, wenn Zugvögel unterwegs sind, droht die Gefahr der Vogelgrippe. Die Viren verbreiten sich vor allem in der kalten Jahreszeit. Wenn es im Frühjahr wärmer wird, flaut das Seuchengeschehen meist schnell wieder ab.

Andere Länder sind ganz anders von der Vogelgrippe betroffen und greifen zu entsprechend drakonischen Maßnahmen. Um die Ausbreitung der Seuche in Indien einzudämmen, lassen Behörden Zehntausende Vögel in Geflügelhaltungen töten. Im Bundesstaat Kerala sollen mindestens 45.000 Vögel, mehrheitlich Enten, getötet werden, wie ein Mitarbeiter der zuständigen Tierhaltungsbehörde der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch sagte. Der Verkauf von Geflügelfleisch und Eiern soll dort eingeschränkt werden.

Tausende Vögel sind bereits an der Krankheit verendet

Die Vogelgrippe, auch als Geflügelpest bekannt, ist eine durch Viren ausgelöste Infektionskrankheit, die in der Natur vor allem bei Wasservögeln vorkommt. In Indien verendeten in Kerala und mindestens drei weiteren Bundesstaaten in den vergangenen Tagen Tausende Vögel an der Krankheit, wie die Behörden mitteilten. Nachgewiesen wurden die Subtypen H5N1 und H5N8, wie es in einer Mitteilung des indischen Ministeriums für Tierhaltung heißt.

Im Bundesstaat Himachal Pradesh seien rund 2500 tote Zugvögel an einem Sammelpunkt für zentralasiatische Zugvögel gefunden worden, in den Bundesstaaten Rajasthan und Madhya Pradesh infizierte tote Krähen, wie der Fernsehsender NDTV meldete. In anderen Bundesstaaten würden noch Proben von toten Vögeln untersucht, berichteten örtliche Medien. (mit dpa)