Das zum Tode verurteilte Alpaka Geronimo bewegt Großbritannien. Sein schelmisches Gesicht mit dem unbändigen Pony aus schwarzem Fell ist in vielen Zeitungen abgedruckt. Fast 100.000 Menschen fordern per Online-Petition, dass Geronimo am Leben bleiben darf. Am Montag will ein Protestmarsch aus Menschen und Alpakas vor die Downing Street ziehen, den Amtssitz von Boris Johnson. Doch die Gesetzeslage ist klar: Geronimo muss sterben, denn er ist zweimal positiv auf Rinder-Tuberkulose getestet worden, eine tödliche Atemwegserkrankung, die auch Menschen gefährden kann. Sein Todestag soll der kommende Donnerstag sein.

Jahrelange Prozesse konnten die Verurteilung zum Tod nicht verhindern

Geronimos Besitzerin Helen Macdonald, eine Tierarzthelferin, die eine Alpaka-Farm in Gloucestershire betreibt, hat den sechs Jahr alten Geronimo vor vier Jahren von Neuseeland nach Großbritannien gebracht. Sie hat 80.000 Pfund für Anwälte ausgegeben, um gegen die Tötung zu prozessieren. Macdonald besteht darauf, dass die Testergebnisse falsch sind, tatsächlich ist kein anderes Tier auf der Farm infiziert. Sie hat angekündigt, sich am Donnerstag jedem in den Weg zu stellen, der Geronimo ans Leben will.