Berlin - Sollen Schulen bei Corona-Fällen geschlossen werden oder nicht? Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sagt: Nein! Die Schulschließungen während der Pandemie waren nach Einschätzung der WHO katastrophal für die Schüler. Dies dürfe sich auf keinen Fall wiederholen, verlangten die Organisation und das UN-Kinderhilfswerk Unicef am Montag. Sie rufen Regierungen in der Europa-Region auf, dafür zu sorgen, dass alle Schulen trotz Corona geöffnet werden und offen bleiben.

WHO-Direktor: Katastrophalste Unterbrechung der Geschichte

„Die Pandemie hat für die katastrophalste Unterbrechung der Schulausbildung in der Geschichte gesorgt“, sagte WHO-Europa-Direktor Hans Kluge. Der Schulbetrieb sei neben dem üblichen Lernstoff absolut wichtig für die seelische Gesundheit und soziale Kompetenz von Minderjährigen. Schulen machten Kinder zu zufriedenen und produktiven Mitgliedern der Gesellschaft.

An Berliner Schulen gelten während der ersten Wochen nach Schulstart verschärfte Hygienemaßnahmen. In Innenräumen müssen Schüler wie Lehrer eine medizinische Gesichtsmaske tragen. Diese Regelung gilt zunächst bis zum Ende dieser Woche. Schüler und Personal mussten sich in den ersten beiden Wochen dreimal  einem Corona-Test unterziehen. Schüler in Quarantäne müssen den Lehrstoff anderweitig bearbeiten können. Nehmen sie dieses Angebot nicht an, wird die Quarantänezeit als Fehlzeit gewertet, teilte die Senatsschulverwaltung mit.